Regionalbüro stärkt Krisenfestigkeit von Krankenhäusern während und nach einer Notlage

WHO /Ute Enderlein

Mater Dei Hospital, Msida, Malta: Oxygen bottles fixed to the wall to prevent them from moving or falling

Im Zeitraum 2015–2016 wurden in 7 Ländern der Europäischen Region 118 Krankenhäuser gemäß Sicherheitsindex der WHO bewertet. Zudem wurden 93 Fachleute, hierunter Ärzte, Zivil- und Gebäudetechniker sowie Katastrophenschützer aus 14 Ländern der Europäischen Region und 6 Ländern außerhalb derselben geschult.

Der Sicherheitsindex für Krankenhäuser bietet eine schnelle und zuverlässige Methode zur Bewertung von Risiken im Gesundheitswesen. Er hilft Gesundheitseinrichtungen, das Thema Sicherheit in den Griff zu bekommen und im Katastrophenfall nicht selbst Ausfälle zu erleiden. Mit dem Index unterstützt das Regionalbüro die Länder darin, ihre Gesundheitseinrichtungen krisenfester zu gestalten.

Bewertung der Krisenfestigkeit von Krankenhäusern in der Region

  • Die Republik Moldau bewertete im Zeitraum 2015–2016 ihre 64 öffentlichen und 4 übrigen Krankenhäuser und integrierte Kriterien und Komponenten des Instruments in das Akkreditierungsverfahren für Krankenhäuser.
  • Kirgisistan hat bereits 36 Krankenhäuser bewertet und will 2017 weitere 37 Einrichtungen folgen lassen.
  • Mehrere Länder aus dem Balkan, Zentralasien und dem Kaukasus haben ebenfalls Interesse geäußert und das Regionalbüro für 2017 und darüber hinaus um Unterstützung gebeten.
  • In Kasachstan, Kirgisistan, der Republik Moldau und Usbekistan wurden einschlägige Schulungen in russischer Sprache durchgeführt.
  • In Albanien, Malta und der Slowakei wurden Schulungen in englischer Sprache durchgeführt. Die Schulung in Albanien wurde unter Beteiligung von Fachleuten aus fünf Balkanländern durchgeführt. Die Schulung in der Slowakei wurde finanziell und fachlich durch das Hauptbüro unterstützt und involvierte Fachleute aus zehn Ländern, von denen einige aus der Europäischen Region (Belarus, Belgien, Slowakei und Ukraine), aus Südostasien und aus Afrika kamen.

Anpassung an die Bedürfnisse der Region

Die Bewertungen und Schulungen folgten den Rahmenrichtlinien für ein sicheres Krankenhaus, die das Hauptbüro 2015 veröffentlichte. Das Regionalbüro passte das Schulungsmaterial in Richtung Handlungsorientierung und regionale Besonderheiten an.

Ausgehend von diesen regionalen und globalen Maßnahmen wurde die Sicherheit von Krankenhäusern mit dem Sendai-Rahmen für Katastrophenvorsorge im März 2015 von 187 Ländern als weltweite Verpflichtung angenommen.