Die Verschmelzung von Ansätzen für die Stärkung der Gesundheitssysteme mit Ansätzen zur Bewältigung gesundheitlicher Notlagen

Zwischen Maßnahmen zur Stärkung der Gesundheitssysteme und Maßnahmen der Gesundheitssicherheit in den Bereichen Prävention, Frühwarnung und Gegenmaßnahmen sind mehr weitverzweigte Denkansätze erforderlich – so lautet die zentrale Botschaft eines vor kurzem von Autoren der WHO in der Sektion „Global Health“ des British Medical Journal veröffentlichten Artikels. In dem Artikel befassen sich die Autoren mit der Frage, wie und wo Überschneidungen zwischen den Internationalen Gesundheitsvorschriften (IGV) und den Gesundheitssystemen am besten dazu genutzt werden können, die Widerstandsfähigkeit der Gesundheitssysteme zu erhöhen. Sie schildern Lehren aus globalen Notlagen, die belegen, dass die Stärkung der Gesundheitssysteme und die Bewältigung gesundheitlicher Notlagen als einander ergänzende Tätigkeitsfelder gesehen werden müssen.

Eine Verschmelzung der Lösungsansätze für diese beiden Bereiche ist entscheidend für Fortschritte hin zu einer allgemeinen Gesundheitsversorgung und einer verbesserten globalen Gesundheitssicherheit, zwei einander ergänzenden Zielen, die die WHO zu Prioritäten für die kommenden Jahre erklärt hat.

In dieser Woche werden mehr als 150 hochrangige Vertreter der öffentlichen Gesundheitsdienste auf einer Tagung in München über die Beschleunigung der Umsetzung der IGV und die Verbesserung von Vorsorge- und Gegenmaßnahmen bei Notlagen in der Europäischen Region der WHO diskutieren. Dabei werden die Teilnehmer sich eingehend mit dem Beziehungsgeflecht zwischen den Gesundheitssystemen, den grundlegenden gesundheitspolitischen Funktionen und den IGV-Kernkapazitäten befassen.