Gesundheitliche Hinweise der WHO zu den Olympischen Winterspielen 2018

WHO

Die XXIII. Olympischen und Paralympischen Winterspiele finden vom 9. bis 25. Februar bzw. vom 9. bis 18. März in Pyeongchang (Republik Korea) statt. Zu diesen beiden internationalen Sportereignissen werden Zehntausende Menschen aus aller Welt erwartet. Zum Schutz der eigenen Gesundheit und Sicherheit bei Reisen ins Ausland – und insbesondere zu Massenveranstaltungen – kommt es entscheidend auf die Kenntnis der Gesundheitsrisiken und der erforderlichen Vorsorgemaßnahmen an.

Auf Massenveranstaltungen wie größeren Sportereignissen kann es u. a. zu Krankheitsausbrüchen kommen. Außerdem sind möglicherweise gesundheitsschädliche Verhaltensweisen und Werbung für ungesunde Produkte zu erwarten. Doch durch einfache Vorsorgemaßnahmen lassen sich die Risiken minimieren. Die WHO hat gesundheitliche Hinweise für die Besucher solcher Veranstaltungen erstellt und bietet den nationalen Behörden ihre Unterstützung bei deren Vorbereitung an. So sollen internationale Großveranstaltungen vor Risiken für die öffentliche Gesundheit geschützt werden.

Die wichtigsten Gesundheits- und Sicherheitstipps für die Olympiade

Für die Spiele in Pyeongchang werden extrem kalte Temperaturen erwartet. Bei derart kalten Witterungsbedingungen in Verbindung mit starkem Wind kann es zu Unterkühlung und Erfrierungen kommen, insbesondere bei Säuglingen und Kleinkindern. Reisenden wird empfohlen, sich umgehend ins Warme zu begeben und dringend ärztliche Hilfe zu suchen, wenn sie oder ein Familienmitglied eines der folgenden Symptome aufweisen: Schüttelfrost, Verwirrtheit, Gedächtnisverlust, Sprechschwierigkeiten, Ermüdung oder Erschöpfung.

Aktuell meldet die Koreanische Gesundheitsbehörde (KCDC) eine Zunahme der saisonalen Influenza (Typ B und Subtyp A(H3N2)). Reisenden wird geraten, ihren Arzt aufzusuchen und sich gegen die saisonale Grippe impfen zu lassen.

In von nationalen Behörden aufgestellten Routineimpfplänen wird auch eine Impfung gegen Diphtherie, Keuchhusten, Tetanus, Polio, Masern, Hepatitis B und Haemophilus influenzae Typ B empfohlen.

Die Gefahr einer Infektion mit HIV, Syphilis, Gonorrhö, Chlamydien, Herpes, Hepatitis B und anderen sexuell übertragbaren Infektionen betrifft hauptsächlich Reisende mit riskantem Sexualverhalten, nämlich Personen, die ungeschützten Geschlechtsverkehr mit Prostituierten oder injizierenden Drogenkonsumenten haben, und Männer mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten. Bei richtiger und konsequenter Anwendung bieten Kondome einen besonders wirksamen Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen.

Als Vorsichtsmaßnahmen sollten Reisende:

  • sich an die von den Gesundheitsbehörden ihrer Länder ausgegebenen Reiseempfehlungen halten;
  • sicherstellen, dass sie die in den Impfplänen ihrer Länder vorgesehenen Schutzimpfungen erhalten haben;
  • sich in überfüllten Bereichen besonders vorsichtig verhalten, vor allem dort, wo Drogen- oder Alkoholkonsum zu riskanten Verhaltensweisen führt;
  • auf Geschlechtsverkehr verzichten oder sichere Sexualpraktiken wählen – vor allem wird eine konsequente und ordnungsgemäße Nutzung von Kondomen empfohlen;
  • eine gute Hygiene einhalten und sich vor allem vor dem Umgang mit Lebensmitteln und deren Verzehr die Hände mit Seife und Wasser waschen.