Gesundheitseinrichtungen nach Erdbeben in Albanien in guter Verfassung

WHO

Bei einem Erdbeben der Stärke 6,4 in Albanien, das sich am 26. November 2019 kurz vor vier Uhr Ortszeit ereignete, wurden nach offiziellen Angaben mindestens 25 Menschen getötet und über 650 verletzt.

Hunderte von Bürgern werden in Krankenhäusern in Tirana, Durres, Lezha, Kurbin und Kruja versorgt. Alle Gesundheitseinrichtungen sind offenbar in guter Verfassung. Für die Städte Durres und Tirana wurde der Notstand ausgerufen.

„Im Namen der WHO möchte ich den Menschen in Albanien meine herzliche Anteilnahme aussprechen, insbesondere all jenen, die Angehörige verloren haben, Verletzungen erlitten haben oder Eigentum verloren haben“, erklärt Dr. Piroska Östlin, kommissarische WHO-Regionaldirektorin für Europa. „Wir sind seit Eintritt der Katastrophe unmittelbar vor Ort und arbeiten zusammen mit den Gesundheitsbehörden darauf hin, Menschenleben zu retten.“

Die WHO hat Mitarbeiter nach Albanien entsandt, und das Landesteam der WHO hat sich nach Durres begeben, um zusammen mit den nationalen und kommunalen Gesundheitsbehörden die gesundheitlichen Bedürfnisse vor Ort abzuschätzen.

„Das Koordinationszentrum für gesundheitliche Notlagen leistet bei der Bewältigung der Folgen des Erdbebens außerordentliche Arbeit“, erklärte Dr. Raul Gonzalez-Montero, Repräsentant der WHO in Albanien. „Ich habe persönlich einige der betroffenen Gebiete und Gesundheitseinrichtungen besucht, in denen das Personal rund um die Uhr arbeitet, um Traumata und andere Verletzungen zu behandeln, und sie werden gut mit der Situation fertig.“

Unmittelbar nach einem Erdbeben besteht die oberste Priorität darin, das Leben von Menschen zu retten, die nach dem Einsturz von Gebäuden Traumata und Verletzungen erlitten haben. Nach dieser Phase kommt es entscheidend darauf an, die potenzielle Gefahr übertragbarer Krankheiten im Auge zu behalten, vor allem in überfüllten Bereichen. Darüber hinaus gilt es auch, posttraumatische psychische Störungen zu behandeln und auch die Versorgung chronisch Kranker fortzusetzen. Schließlich rücken dann Wiederaufbau- und Rehabilitationsmaßnahmen in den Vordergrund.

Die WHO ist entschlossen, dem Land bei der Ermittlung des unmittelbaren Bedarfs sowie der Einleitung schneller Gegenmaßnahmen behilflich zu sein. Die Organisation steht bereit, um die Menschen und die Regierung in Albanien während und nach dieser Notlage zu unterstützen.