WHO und Gesundheitspartner kooperieren bei der Risikokommunikation in Nordsyrien

Nach einem Cholera-Ausbruch in Nordsyrien in der jüngsten Zeit arbeiteten die WHO und ihre Partner zusammen, um Plakate und Faltblätter zu erstellen und zu produzieren, mit denen die Menschen über die Risiken von Durchfallerkrankungen aufgeklärt werden sollten. Koordinierung und Kooperation der Gesundheitspartner sind wesentlich für frühzeitige, zeitgerechte und wirksame Maßnahmen zur Lösung von Problemen im Bereich der öffentlichen Gesundheit. In diesem Fall resultierte die Zusammenarbeit in der Verbreitung von 18 000 Plakaten und 450 000 Faltblättern.

Nach der Bestätigung des Cholera-Ausbruchs im benachbarten Irak im September 2015 richtete die mit Vorsorge- und Sofortmaßnahmen in Nordsyrien betraute Schwerpunktgruppe Gesundheit – eine Reihe von Gesundheitspartnern unter der Federführung der WHO – einen Cholera-Fachausschuss ein. Dieser Ausschuss erklärte sich bereit, die Erstellung von Materialien für die Risikokommunikation im Bereich der öffentlichen Gesundheit zu übernehmen, um das Bewusstsein für Durchfallerkrankungen zu schärfen und über Hauptsymptome, grundlegende persönliche Hygiene und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren. 

Unter Verwendung evidenzbasierter Materialien von früheren Einsätzen unter der Federführung der WHO passte ein Team in der WHO-Präsenz in Gaziantep diese in enger Zusammenarbeit mit lokalen Gesundheitspartnern an die Zielbevölkerung an. Auf der Basis der Rückmeldungen von einer Reihe von Kontaktgruppen verfeinerte das WHO-Team die Botschaften noch einmal und produzierte und druckte anschließend die Materialien. Die Kommunikationsmaterialien wurden dann von der WHO nach Nordsyrien transportiert und ausgeliefert. Die Organisation nutzte dafür das Logistiksystem der Vereinten Nationen, um lokale und internationale nichtstaatliche Organisationen zu erreichen, die in den betroffenen Gebieten Gesundheitsleistungen erbringen. Diese Organisationen verteilten die Materialien Ende 2015 vor Ort. 

Ein Beispiel für die Koordinierung von Gesundheitspartnern

Als federführende Organisation für die Schwerpunktgruppe Gesundheit in Nordsyrien koordiniert die WHO die Arbeit von ungefähr 50 lokalen und internationalen Organisationen. Die Gruppe arbeitet partnerschaftlich eng zusammen, um im Rahmen vereinbarter Ziele, Prioritäten und Strategien zugunsten der betroffenen Bevölkerung die Aktivitäten aufeinander abzustimmen und die verfügbaren Ressourcen effizient zu nutzen. 

Weil das Gesundheitsversorgungssystem in Nordsyrien aufgrund des anhaltenden Konflikts in dem Land weitgehend usammengebrochen ist, ist die Arbeit der Schwerpunktgruppe dort lebenswichtig. Beispielsweise erstellte der Cholera-Fachausschuss der Schwerpunktgruppe nicht nur Materialien für die Risikokommunikation, sondern ermittelte daneben Prioritäten, auch in Bezug auf Koordinierungsmechanismen, den Aufbau von Kapazitäten und die Notfallplanung. Die WHO unterstützte diese Aktivitäten, indem sie in verschiedenen Gebieten fachliche Unterstützung und Fachpersonal bereitstellte.