Die WHO liefert Chirurgie-Kits und Cholera-Tests für die betroffene Bevölkerung im Norden der Arabischen Republik Syrien

WHO

Surgical kits supplied by WHO are prepared for shipment to northern Syria.

Am 27. Januar 2016 hat die WHO 40 Chirurgie-Kits und 500 Cholera-Tests in den Norden der Arabischen Republik Syrien geliefert, um die Gesundheitsversorgung der betroffenen Bevölkerung zu unterstützen. 

„Eine unserer vorrangigen Aufgaben besteht darin, dafür zu sorgen, dass die humanitäre Hilfe dann bereitsteht, wenn die Menschen sie brauchen", erklärt Dr. Alaa Abou Zeid, Koordinator für gesundheitliche Notversorgung bei der Präsenz der WHO in der türkischen Provinz Gaziantep. „Die gesundheitlichen Bedürfnisse der Bevölkerung im Norden Syriens werden ständig größer, und deshalb arbeiten wir in enger Abstimmung mit mehr als 50 Partnerorganisationen und Gebern im Gesundheitsbereich darauf hin, mehr Mittel zu mobilisieren und in großem Umfang lebensrettende Interventionen bereitzustellen." 

Die Lieferung erfolgt nach Maßgabe der Resolution 2165 des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, durch die humanitäre Hilfslieferungen, einschließlich medizinischer und chirurgischer Güter, über Staatsgrenzen an die betroffenen Menschen in allen Teilen der Arabischen Republik Syrien genehmigt werden.

Die Lieferung umfasst:

  • 40 Chirurgie-Kits zur Durchführung von 2000 Operationen. Die mit einem Beitrag aus Kuwait beschafften Kits sind für die Notaufnahmen mehrerer Gesundheitseinrichtungen und Krankenhäuser im nördlichen Teil des Landes bestimmt; 
  • 500 Cholera-Diagnostik-Kits zur Versorgung von etwa 25 000 Menschen bei Ausbrüchen akuter wässriger Durchfallerkrankungen. Auslöser für diese mit Mitteln von USAID finanzierte Lieferung war der Cholera-Ausbruch im Irak im September 2015. Die Lieferung steht im Einklang mit dem Bereitschaftsplan für Hochrisikogebiete. Die Cholera-Diagnostik-Kits umfassen Schnelltests und Probenahmematerial. Sie werden vorläufig in sieben Bezirken (Gouvernements) gelagert, um für Sofortmaßnahmen bei Ausbrüchen wasserbedingter Erkrankungen gerüstet zu sein. 

Die WHO koordiniert das Frühwarn- und Reaktionsnetzwerk (EWARN), ein Surveillance-System für übertragbare Krankheiten im Norden der Arabischen Republik Syrien. Die WHO unterstützt auch nichtstaatliche Organisationen durch Schulungen, Maßnahmen zur Bereitschaftsplanung und die Einlagerung von Notfallvorräten.