WHO liefert Hilfsgüter nach Idleb im Norden Syriens

WHO Turkey /Mutafa Guloglu

Managing the delivery of emergency supplies at the United Nations hub

Am 15. Juni 2016 lieferte die WHO zwei LKW mit Hilfsgütern an 15 Einrichtungen der primären Gesundheitsversorgung sowie 15 Krankenhäuser in der Provinz Idleb im Norden Syriens und unterstützte so die Versorgung von über 110 000 Menschen. Die Lieferungen umfassten 45 medizinische Notfallkits der Vereinten Nationen, 15 Chirurgiekits und italienische Notfallkits (5 des Typs A und 5 des Typs B). Die Lieferung wurde von der Entwicklungsbehörde der USA und der Regierung Kuwaits finanziert.

Einschätzung, Zuteilung und Lieferung

„Nach der jüngsten Eskalation der militärischen Auseinandersetzungen in Idleb haben wir gemeinsam mit unseren Partnern im Gesundheitsbereich die Lage neu bewertet, um den dringendsten Bedarf an Hilfsgütern zu erkennen. Wir gehen davon aus, dass mit dieser Lieferung der akute Bedarf von 15 Einrichtungen der primären Gesundheitsversorgung sowie von 15 Krankenhäusern gedeckt werden kann," sagte Dr. Tasnim Atatrah, Beauftragter für öffentliche Gesundheit im Feldlager der WHO in Gaziantep. Dr. Tasnim Atatrah leitete die Bewertung, Zuteilung und Lieferung der medizinischen Hilfsgüter.

Herr Blerim Komoni, Logistikbeauftragter im Feldlager der WHO in Gaziantep erläuterte, dass die Güter in einem Lager vorgehalten wurden, um im Notfall schnell ausgeliefert werden zu können: „Ein Chirurgiekit enthält Materialien für 100 Operationen. Die Notfall-Kits der Vereinten Nationen enthalten lebenswichtige Arzneimittel und Hilfsgüter für die Ebene der primären Gesundheitsversorgung. Die sogenannten „italienischen Kits" enthalten lebenswichtige Arzneimittel, Medikamente und Hilfsgüter für 100 traumatisierte Menschen."

Im Rahmen ihrer ausgeweiteten Aktivitäten beliefert die WHO regelmäßig sowie im akuten Notfall in Absprache mit anderen Partnern der humanitären Hilfe Gesundheitseinrichtungen, damit die Versorgung aufrecht erhalten bleiben kann. Die Lieferungen erfolgen nach Maßgabe der Resolution 2165 (2014) des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen, durch die humanitäre Hilfslieferungen, einschließlich medizinischer und chirurgischer Güter, über Grenzübergänge an Menschen in Not erlaubt sind.