Aktuelles zum WHO-Einsatz im nördlichen Syrien

Syria Immunization Group

WHO partners vaccinate Syrian children in Shamarekh camp.

Als federführende Instanz unter den im Norden der Arabischen Republik Syrien und in der südlichen Türkei tätigen Partnerorganisationen ermöglicht die WHO ein breites Spektrum lebensrettender Interventionen. Diese Meldung enthält einen Überblick der zentralen Aktivitäten im Januar 2017. Besorgniserregend war, dass sich Angriffe auf die Gesundheitsversorgung in diesem Gebiet fortsetzten, von denen sieben Berichte über Entführung oder Diebstahl von Rettungsfahrzeugen und anderen Einrichtungen zeugen, die allerdings noch bestätigt werden müssen. Angesichts erneuter Kämpfe stellt der Zugang zu Idleb weiter eine besorgniserregende Herausforderung dar.

Impfungen

6000 Kinder ohne Impfschutz aus Familien, die aus nordöstlichen Gebieten ins Lager Shamarekh in der Region Azaz nördlich von Aleppo flohen, wurden unverzüglich nach einem Masernausbruch im Laufe von zehn Tagen geimpft. In Nachbarlagern werden die Partner der WHO für alle neu ankommenden Binnenvertriebene feststellen, ob sie einen Impfschutz benötigen. Die Impfmaßnahmen der WHO werden fortgesetzt.

Medizinischer Nachschub

Im Januar verschickte die WHO mehr als 18 Tonnen Lieferungen mit Infusionen, Erste-Hilfe- und Chirurgie-Kits, dringend benötigtem Insulin und unentbehrlichen Arzneimitteln nach Aleppo, Hama, Idleb und an andere Orte im nördlichen Syrien. Diese Notlieferungen ermöglichen mehr als 110 900 Behandlungen.

Primäre Gesundheitsversorgung

Die WHO veranstaltete einen Workshop für Gesundheitspersonal aus 120 mobilen Kliniken, die für Binnenvertriebene in Syrien oft den wichtigsten Zugang zur primären Gesundheitsversorgung bilden. 35 Teilnehmer überprüften die Angebote der Kliniken in Aleppo, Hama und Idleb. Sie benannten Lücken und vereinbarten eine neuen Plan für die Standorte der Kliniken.

Traumaversorgung

Die WHO schulte 27 Chirurgen und Assistenzärzte in der Versorgung von Brandverletzungen Überlebender.

Nichtübertragbare Krankheiten

Die WHO stellte für mehr als 9000 Diabetiker im Norden Syriens Insulin zur Verfügung und schulte 19 Ärzte in der Diagnose und Therapie von Diabetes, Bluthochdruck, Asthma und Lungenerkrankungen.

Finanzierung

Von den insgesamt zur Finanzierung ihres Einsatzes im Norden Syriens 2017 erforderlichen 73 583 822 US-$ hat die WHO bislang 2 062 847 US-$ erhalten. Die Programme der WHO im Norden Syriens werden finanziert durch das Ministerium für internationale Entwicklung (DFID) des Vereinigten Königreichs, die Abteilung Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz (ECHO) bei der Europäischen Kommission, gebündelte Mittel des Amtes für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) der Vereinten Nationen, die Internationale Entwicklungsbehörde der Vereinigten Staaten (USAID), China, Kuwait und Norwegen.