WHO liefert 185 Tonnen medizinischer Versorgungsgüter zur Verbesserung des Zugangs zur Gesundheitsversorgung in Nordsyrien

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Im Jahr 2018 wurden von der WHO bislang 185 Tonnen lebensrettender Medikamente, Narkosemittel, Antibiotika, Notfall-Kits und anderer Behandlungsmittel an mehr als 30 in Nordsyrien tätige Partner im Gesundheitsbereich geliefert. Diese Lieferungen sind Teil ihrer andauernden Bemühungen zur Deckung der unmittelbaren und langfristigen Gesundheitsbedürfnisse von Hunderttausenden vertriebener und schwer kranker Patienten im Norden Syriens.

Die Lieferungen umfassten 1,4 Mio. medizinische Behandlungsmittel für chirurgische Fälle und Traumafällen, Erkrankungen im Bereich der reproduktiven Gesundheit und Infektionskrankheiten sowie unentbehrliche Arzneimittel für nichtübertragbare Krankheiten wie Herzerkrankungen und Typ-2-Diabetes. Insgesamt wurden von Januar bis April 2018 Versorgungsgüter im Wert von 1,8 Mio. US-$ an 180 Einrichtungen der primären und sekundären Gesundheitsversorgung geliefert.

„Die Lieferungen der WHO helfen, kritische Engpässe bei Arzneimitteln und Versorgungsgütern in überlasteten jedoch weiterhin funktionsfähigen Gesundheitseinrichtungen in Nordsyrien zu entschärfen“, sagt Dr. Annette Heinzelmann, Notfallkoordinatorin in der Außenstelle der WHO in Gaziantep (Türkei). „Die WHO wird auch weiterhin nichtstaatliche Partnerorganisationen unterstützen und ausstatten, um die Bedürftigsten zu erreichen, insbesondere die ankommenden Vertriebenen, die unter prekären Bedingungen leben.“

Der Mangel an Gesundheitseinrichtungen und qualifizierten Gesundheitsfachkräften bleibt auch weiterhin ein ernstes Problem im Norden Syriens. Mehr als die Hälfte der öffentlichen Krankenhäuser und Gesundheitszentren in Syrien wurden entweder geschlossen oder sind nur teilweise funktionsfähig. In einigen Gebieten, wie etwa Idleb, gibt es praktisch keinen Zugang zu öffentlichen Krankenhäusern oder Einrichtungen der primären Gesundheitsversorgung.

Um den Zugang zu Leistungen zu gewährleisten, hat die WHO sieben mobile Kliniken ausgestattet, die eingesetzt werden, um in Gebieten, die es am nötigsten haben und wo Gesundheitsleistungen nicht mehr zur Verfügung stehen, primäre Gesundheitsleistungen zu erbringen, Impfungen und ernährungsbezogene Untersuchungen durchzuführen und psychologische Unterstützung zu leisten. Darüber hinaus unterstützt die WHO den Betrieb von 45 Einrichtungen der primären Gesundheitsversorgung in der Provinz Idleb, die 700 000 Menschen versorgen.

Finanziert werden die von der WHO in den Norden Syriens gelieferten medizinischen Versorgungsgüter durch gemeinschaftliche großzügige Spenden der Entwicklungsbehörde des Vereinigten Königreichs (DFID), der Abteilung Humanitäre Hilfe und Katastrophenschutz bei der Europäischen Kommission (ECHO), dem Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) der Vereinten Nationen sowie der Regierungen von Kuwait und Norwegen.