WHO stellt Gesundheitsversorgung für Vertriebene in Nordwestsyrien bereit

SEMA (Syrian Expatriates Medical Association)

Um den Bedürfnissen der in jüngster Zeit vertriebenen Menschen in Nordwestsyrien gerecht zu werden, haben die WHO und ihre Partnerorganisationen seit Anfang Mai 2019 insgesamt acht mobile Kliniken und fünf chirurgische Stationen aufgebaut. Für Menschen, die infolge des andauernden Konflikts in der Region von der regulären Gesundheitsversorgung abgeschnitten sind, stellen mobile Gesundheitseinrichtungen oft die einzige Zugangsmöglichkeit zum Gesundheitswesen dar.

Im Durchschnitt absolviert jede der mobilen Kliniken monatlich 1500 bis 1800 Termine und sorgt für Überweisungen in die nächstgelegene Gesundheitseinrichtung, wenn eine weitere Versorgung erforderlich ist. In den chirurgischen Stationen werden primärchirurgische Eingriffe vorgenommen und Stabilisierungsmaßnahmen durchgeführt, bevor es zur Überweisung ins nächstgelegene Krankenhaus kommt.

Nordwestsyrien gehört nach wie vor zu den instabilsten Regionen Syriens. Dort leben etwa vier Mio. Menschen, darunter eine große Zahl von Binnenvertriebenen aus anderen Teilen des Landes. Allein im Mai 2019 wurden aufgrund der jüngsten Eskalation des Konflikts im Norden des Gouvernements Hama und im Süden des Gouvernements Idlib nach Schätzungen zusätzliche 330 000 Menschen vertrieben. Die meisten von ihnen flohen in den nördlichen Teil des Gouvernements Idlib nahe der türkischen Grenze. Es ist dringend notwendig, für alle Menschen die benötigten Gesundheitsleistungen bereitzustellen.