Das Zika-Virus und die Gefahr einer Ausbreitung in der Europäischen Region der WHO

Der bisher größte jemals registrierte Ausbruch der Zika-Viruskrankheit begann 2015 auf dem amerikanischen Kontinent. Seitdem hat sich das Zika-Virus immer weiter geografisch ausgebreitet, und aus vielen Teilen der WHO-Region Gesamtamerika wurden Fälle autochthoner Übertragung gemeldet.

In der Europäischen Region ist die Gefahr einer autochthonen Übertragung des Zika-Virus während der Wintersaison gering, da die Stechmücken noch nicht aktiv sind. Im späten Frühjahr und im Sommer erhöht sich jedoch die Gefahr einer Ausbreitung des Zika-Virus. Zwar ist Aedes aegypti der Hauptüberträger des Zika-Virus, doch ist auch Aedes albopictus, eine in 20 Ländern der Europäischen Region vorkommende Stechmückenart, nachweislich in der Lage, das Zika-Virus zu übertragen, und bleibt ein potenzieller Vektor bei seiner Ausbreitung. 

Die Länder der Europäischen Region – und insbesondere jene, in denen Aedes aegypti und Aedes albopictus präsent sind – sollten sich gut darauf vorbereiten, ihre Bevölkerung vor der Ausbreitung des Zika-Virus und seiner möglichen neurologischen Komplikationen (z. B. Mikrozephalie) zu schützen.