Gesundheit auf der Tagungsordnung der Weltklimakonferenz COP19

WHO

Podiumsdiskussion des Regionalbüros zu COP19 über Ausweitung des Klimaschutzes

Die 19. Tagung der Konferenz der Vertragsparteien (COP19) zum Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) bringt vom 11. bis 22. November 2013 in Warschau (Polen) Menschen aus der gesamten Welt zu Verhandlungen über Einzelheiten der nächsten globalen Vereinbarung zum Klimawandel zusammen.

Die WHO ist dort mit Bediensteten des Hauptbüros sowie der Regionalbüros für Europa und für Afrika stark vertreten und setzt sich gemeinsam mit ihren Ansprechpersonen aus den nationalen Delegationen und verschiedenen internationalen und nichtstaatlichen Organisationen für eine weiterhin hervorgehobene Stellung der Gesundheitsaspekte auf der Tagesordnung ein.

Gesundheitsthemen für COP19

Am 18. November veranstaltete das Regionalbüro für Europa im Pavillon der Europäischen Union (EU) eine Podiumsdiskussion zum gesundheitlichen Nutzen erweiterter Klimaschutzmaßnahmen. Ausgeweitete Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel und zur Abmilderung seiner Folgen sowie finanzielle und technologische Hilfestellung hierfür könnten die Bevölkerungsgesundheit und ihre weitere Entwicklung signifikant verbessern.

Vertreter aus den Gesundheitsministerien Polens und des Vereinigten Königreichs sowie dem Schweizer Bundesamt für Umwelt, der Generaldirektion Klimapolitik der Europäischen Kommission, UNFCC, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und dem Bündnis für Gesundheit und Umwelt (HEAL) nahmen an der Podiumsdiskussion teil. 

Der Beitrag des Prozesses Umwelt und Gesundheit in Europa, insbesondere des Begleittextes zur Erklärung von Parma über Umwelt und Gesundheit („Entschlossenheit zum Handeln“) wurden betont.  Mehrere Teilnehmer hoben hervor, dass es zur Problematik Klimawandel nicht nur eine Lösung geben könne. Ein Paket flexibler Mechanismen (hierunter sektorübergreifende Anreize und Effizienzsteigerungen), mehr Bewusstseinsbildung und Kapazitätsaufbau seien dringend erforderlich.

Aus dem Publikum wurde angemerkt, dass die Maßnahmen des Gesundheitssektors zur Anpassung an den Klimawandel und zur Abmilderung seiner Folgen ausgeweitet und aus dem Stadium des Modellversuchs herausgeführt werden sollten.  Forderungen nach Transformation und erneuertem gemeinsamem Engagement mit Gesundheitspersonal in den Verhandlungsprozessen wurden energisch vorgetragen. Die Vertreter mehrerer afrikanischer Länder äußerten Interesse an den in der Europäischen Region der WHO gemachten Erfahrungen.

Im Vorfeld dieser Podiumsdiskussion hatte das globale Bündnis für Klima und Gesundheit (GCHA) bereits am 16. November gemeinsam mit dem Weltärztebund und mit Unterstützung durch die WHO den Weltklima- und -gesundheitsgipfel organisiert. Diese Veranstaltung half das Verständnis von den Gesundheitsfolgen des Klimawandels zu stärken, den dringenden Handlungsbedarf zu unterstreichen und neue Wege für die Gestaltung der Kommunikation zur Unterstützung der Bewusstseinskampagnen zu erkunden.

Alle derartigen Veranstaltungen sowie die Interaktionen der WHO-Bediensteten mit den nationalen Delegationen zum COP19 dienen dem Zweck, das Thema Gesundheit im Bewusstsein der Unterhändler wach zu halten und daran zu erinnern, dass die Gesundheit der gesamten Weltbevölkerung ohne eine neue Vereinbarung ernsthaft bedroht ist.