Minister billigen gemeinsame Stellungnahme zu Klimawandel und Gesundheit auf hochrangiger Tagung der Initiative kleiner Länder

Government of Monaco

From left to right: Dr Piroska Östlin, Director of the Division of Policy and Governance for Health and Well-being at WHO/Europe; Mr Gilles Tonelli, Minister for Foreign Affairs and Cooperation, Monaco; Dr Zsuzsanna Jakab, WHO Regional Director for Europe; and Mr Stéphane Valeri, Minister of Social Affairs and Health, Monaco.

Heute billigten Gesundheitsminister und Politiker aus acht Europäischen Ländern eine Erklärung, in der sie sich zu vereinten Anstrengungen zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung vor negativen Auswirkungen des Klimawandels bekennen. Die dritte hochrangige Tagung der Initiative kleiner Länder, der Mitgliedstaaten aus der Europäischen Region der WHO mit weniger als einer Million Einwohnern angehören, am 11. und 12. Oktober 2016 in Monaco diente in erster Linie der Festigung der Zusammenarbeit zur gemeinsamen Bewältigung der aktuellen, komplexen Herausforderungen für die Gesundheit.

Zu den wichtigsten in der Erklärung genannten Ziele gehören gemeinsame Maßnahmen zur Absenkung der Treibhausgasemissionen und eine Ausweitung der Zusammenarbeit in klimabedingten Notsituationen. In dem Dokument wird betont, dass die Gesundheitsfolgen des Klimawandels in enger Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsministerien und anderen Ressorts in Angriff genommen werden sollten. Die Determinanten der wichtigsten aktuellen Herausforderungen für die öffentliche Gesundheit lägen, wie der Klimawandel, meist außerhalb des Einflusses der Gesundheitspolitik, so dass Maßnahmen zur Förderung und zum Schutz der Gesundheit der Bevölkerung sich nicht auf den Gesundheitsbereich beschränken dürften.

„Gesundheit und Wohlbefinden der Bevölkerung kleiner Länder können von der in Monaco abgegebenen Erklärung direkt profitieren,“ sagte Dr. Zsuzanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa. „Der Ruf nach gemeinsamem Handeln zeugt von starker Entschlossenheit der Entscheidungsträger für Gesundheit, gegen Tod und Erkrankung infolge des Klimawandels in ihren Ländern vorzugehen. Wir begrüßen den klaren Standpunkt der Initiative kleiner Länder in dieser Sache und ich bin davon überzeugt, dass er vielen weiteren Mitgliedstaaten ein mustergültiges Beispiel sein wird.“

Kleine Länder in guter Ausgangslage zum Erreichen der Ziele für nachhaltige Entwicklung

Die Erklärung befindet sich auf einer Linie mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDG), die auch die Erörterungen auf der Tagung beherrschten. An beiden Tagen widmeten sich die Teilnehmer der Frage, wie kleine Länder am besten zur Förderung von nachhaltiger Entwicklung und Gesundheit beitragen können.

„Wir vertrauen stark darauf, dass die Initiative kleiner Länder das Erreichen der SDG befördert,“ sagte Dr. Jakab. „Kleine Länder sind beweglicher und schneller darin, Wandel umzusetzen und auf Herausforderungen zu antworten – dies ist ihre Stärke im Vergleich zu größeren Staaten. Die Initiative kann uns helfen zu verstehen, wie sich der Gesundheitsbereich ändern muss und wie dies hier bereits geschieht, damit die SDG bis 2030 verwirklicht werden können.“

Neuer Bericht und neues Kooperationszentrum der WHO

Während der Tagung stellte das Regionalbüro einen neuen Bericht zu ressortübergreifenden Maßnahmen für Gesundheit aus der Perspektive kleiner Länder vor, zu dem alle Mitglieder der Initiative Beiträge geleistet hatten. Die Veröffentlichung zeigt, wie einzelne Länder organisatorische Veränderungen unter Beteiligung mehrerer Ressorts durchführen und dadurch Krankheit bekämpfen und Gesundheit fördern können.

Es wurde auch bekannt gegeben, dass das Centre Scientifique du Monaco jetzt Kooperationszentrum der WHO für Gesundheit und Ziele für nachhaltige Entwicklung ist. Damit geeignete Maßnahmen zugunsten der SDG ergriffen werden können, muss es eine solide Grundlage aus Forschung und Erkenntnis geben. Als weltweit führendes Forschungsinstitut im Bereich nachhaltige Entwicklung und Gesundheit kann das Centre durch seine Zusammenarbeit die WHO darin unterstützen, die Evidenzbasis für Gesundheit und SDG wesentlich weiter auszubauen.

Die Tagung in Monaco wurde vom Regionalbüro für Europa und seinem Fachzentrum für Investitionen in Gesundheit und Entwicklung in Zusammenarbeit mit dem Fürstentum Monaco, vertreten durch die Ministerien für Auswärtige Angelegenheiten und Kooperation sowie für Gesundheit und Soziales, veranstaltet. Die Teilnehmerländer waren Andorra, Island, Luxemburg, Malta, Monaco, Montenegro, San Marino und Zypern.