Umweltbedingte Ungleichheiten im Gesundheitsbereich in der Europäischen Region. Sachstandsbericht

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2012, xiv + 192 Seiten
ISBN 978 92 890 0260 8

Die ungleiche Verteilung von Umweltbelastungen und damit einhergehenden Erkrankungsrisiken auf die Menschen sind eng mit einer Reihe soziodemografischer Faktoren verknüpft. Bei Maßnahmen gegen umweltbedingte Ungleichheiten im Gesundheitsbereich ist zu berücksichtigen, wo der größte Schaden entsteht und welche Bevölkerungsgruppen am stärksten belastet bzw. gefährdet sind. Bislang liegen jedoch nur wenige Daten hierzu vor.

Um diese Lücke zu schließen und auch um Zusagen von der Fünften Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit in Parma im Jahr 2010 nachzukommen, hat das WHO-Regionalbüro für Europa eine Ausgangsbewertung der umweltbedingten Ungleichheiten im Gesundheitsbereich in der Europäischen Region auf der Grundlage von 14 zentralen Indikatoren durchgeführt.

Der wichtigste Befund lautet, dass mit sozioökonomischen und demografischen Faktoren verknüpfte Unterschiede in der Belastung in allen Ländern festzustellen waren, auch wenn sie von Land zu Land variierten. In dem Bericht werden Ungleichheiten in Bezug auf Wohnsituation, Verletzungsstatistik und Umwelt untersucht, Erkenntnislücken aufgezeigt und Maßnahmen angeregt, die in Abhängigkeit vom Staatsaufbau auf subnationaler oder auf nationaler Ebene vorrangig ergriffen werden sollten.