Erklärung von Paris über umwelt- und gesundheitsverträgliche Mobilität und Verkehrsgestaltung unterzeichnet

Ministry of Social Affairs and Health, France

Am 15. April 2014 nahmen Minister aus zahlreichen Ländern der Europäischen Region auf der von der französischen Regierung ausgerichteten Vierten Hochrangigen Tagung Verkehr, Gesundheit und Umwelt die Erklärung von Paris: „Stadt in Bewegung – zuerst die Menschen!“ an. In der Erklärung werden Prioritäten in Bezug auf eine umwelt- und gesundheitsverträgliche Mobilität und Verkehrsgestaltung zur Sicherung nachhaltiger Lebensgrundlagen für alle festgelegt und entsprechende Maßnahmen gefordert.

„Ich gratulierte allen Mitgliedstaaten zur Unterzeichnung der Erklärung von Paris, zur Festlegung äußerst klarer und konkreter Linien für ein gemeinsames Vorgehen in der Gesundheits-, Verkehrs- und Umweltpolitik“, erklärte Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa im Namen des vom WHO-Regionalbüro für Europa gemeinsam mit der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE) gestellten Sekretariats des Paneuropäischen Programms Verkehr, Gesundheit und Umwelt (THE PEP). Die Regionaldirektorin unterstrich die Anknüpfungspunkte zwischen der Erklärung und der Entwicklungsagenda nach 2015 und deren jeweilige Schwerpunktlegung auf nachhaltige Entwicklung sowie soziale und ökonomische Gerechtigkeit.

Marisol Touraine, Ministerin für Soziales und Gesundheit (Frankreich), Frédéric Cuvillier, Minister für Verkehrs-, Meeres- und Fischereifragen (Frankreich), Eva Molnar, Leiterin der Abteilung Verkehr (UNECE), und Marco Keiner, Leiter der Abteilung Umwelt (UNECE), unterzeichneten die Erklärung zusammen mit der Regionaldirektorin im Namen der Mitgliedstaaten.

Die Erklärung

Mit der Erklärung von Paris: „Stadt in Bewegung – zuerst die Menschen!“ entwerfen die Länder der Europäischen Region eine neue Zukunftsvision von einer umwelt- und gesundheitsverträglichen Mobilität und Verkehrsgestaltung zur Sicherung nachhaltiger Lebensgrundlagen für alle. Damit wird die Förderung von Gesundheit und Nachhaltigkeit konkret mit dem Konzept der sozioökonomischen Gerechtigkeit verknüpft. Dies wird durch neue Ziele und Instrumente ergänzt:

  • eine neue Schwerpunktlegung auf die Einbeziehung verkehrs-, gesundheits- und umweltpolitischer Zielsetzungen in die Städte- und Raumplanung;
  • die Akademie THE PEP, die auf eine Förderung von Fachwissen und Fähigkeiten im Hinblick auf eine integrierte Verkehrs-, Gesundheits-, Umwelt- und Raumplanung abzielt;
  • einen paneuropäischen Gesamtplan zur Förderung von Radfahren;
  • stärkere Partnerschaften mit Städtenetzwerken, Organisationen der Zivilgesellschaft und wissenschaftlichen Einrichtungen;
  • die Mobilisierung von jungen Menschen und Jugendorganisationen.

Vierte Hochrangige Tagung Verkehr, Gesundheit und Umwelt

Die Tagung fand vom 14. bis 16. April statt. An den lebhaften Diskussionen am zweiten Tag beteiligten sich mehr als 20 Minister, stellvertretende Minister und Staatssekretäre aus den Gesundheits-, Umwelt- und Verkehrsressorts sowie eine Reihe von Botschaftern. Die Teilnehmer, die sowohl die Mitgliedstaaten als auch die Zivilgesellschaft und internationale Organisationen vertraten, begrüßten die Erklärung von Paris.