Gesundheit und Klimawandel auf der Tagesordnung der 16. Vertragsstaatenkonferenz

WHO/Bettina Menne

Dr. Bujar Osmani, Gesundheitsminister der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, sprach auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Cancún (Mexiko) von den Auswirkungen des Klimawandels auf die menschliche Gesundheit. Foto: WHO/Bettina Menne

Auf der Klimakonferenz der Vereinten Nationen in Cancún (Mexiko) unterstrich gestern der Gesundheitsminister der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, Dr. Bujar Osmani, die gesundheitlichen Auswirkungen des Klimawandels und die Strategie seines Landes zu ihrer Bewältigung:

„Der Klimawandel hat zwangsläufig Auswirkungen auf die grundlegenden Voraussetzungen für die Erhaltung der menschlichen Gesundheit wie saubere Luft und sauberes Wasser, Ernährungssicherheit und sichere Wohnbedingungen. Diese Veränderungen wirken sich mittelbar oder unmittelbar auf die menschliche Gesundheit aus. Deshalb gilt es nun vor allem, die gegenwärtige und künftige gesundheitliche Gefährdung der Menschen abzuschätzen und anhand dessen die notwendigen Maßnahmen zu bestimmen. Somit brauchen wir jetzt sowohl Klimaschutz- als auch Anpassungsmaßnahmen.“

Auf einer von der mexikanischen Regierung und der WHO gemeinsam organisierten Nebenveranstaltung erläuterte der Minister, wie in einer Pilotinitiative des WHO-Regionalbüros für Europa in der ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien und sechs weiteren Ländern die Gefährdung durch gegenwärtige und künftige gesundheitliche Folgen des Klimawandels sowie die Fähigkeit der verschiedenen Sektoren zur Anpassung an den Klimawandel bewertet wurden. Diese Bewertung führte zur Entwicklung nationaler Strategien mit sektorübergreifender Zusammenarbeit in jeweils festgelegten vorrangigen Bereichen.

Das Ziel der in sieben Ländern durchgeführten Initiative des Regionalbüros und des deutschen Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) besteht darin, die Gesundheit der Bevölkerung durch Förderung von Anpassungsmaßnahmen, Stärkung der Gesundheitssysteme und den Aufbau institutioneller Kapazitäten vor den Folgen des Klimawandels zu schützen.

Die WHO und die Initiative „Friends of Public Health“ haben während der gesamten Dauer der Konferenz, vom 29. November bis zum 10. Dezember 2010, gezielt auf Gesundheitsfragen aufmerksam gemacht. Dabei warb das Regionalbüro unter anderem für den auf der Fünften Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit Anfang 2010 in Parma angenommenen Handlungsrahmen für die Europäische Region.