Minister räumen Verpflichtungen im Bereich Umwelt und Gesundheit höheren Stellenwert ein

Der Europäische Ministerausschuss für Umwelt und Gesundheit hat ein Verfahren zur Beobachtung der Fortschritte beim Abbau der negativen gesundheitlichen Folgen umweltbedingter Gefahren in der Europäischen Region vereinbart. Der Ausschuss trat erstmalig am 4. und 5. Mai 2011 in Paris zusammen.

In ihrer Begrüßungsansprache sagte die WHO-Regionaldirektorin für Europa Zsuzsanna Jakab: „Europa ist auf der Suche nach Führung, Einbeziehung und Orientierung durch die den Prozess anführenden Länder. Ich erhoffe mir von Ihnen auch Orientierungspunkte für ... die vorrangigen Themen ... und den Fokus auf länderübergreifende Maßnahmen ...“ Frau Jakab führte die aktuelle Katastrophe in Japan als Beispiel dafür an, wie wichtig der Prozess Umwelt und Gesundheit in Europa für eine Sicherung von Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen als zentrales Anliegen aller staatlichen Politik ist.

Auf der Tagung legten die Minister auch Aufgabenbereich, Programm und Arbeitsverfahren des Ausschusses fest.

Europäischer Ministerausschuss für Umwelt und Gesundheit
Auf der Fünften Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit hatten sich die Vertreter der 53 Mitgliedstaaten in der Europäischen Region der WHO zum Abbau der negativen gesundheitlichen Folgen umweltbedingter Gefahren in den kommenden zehn Jahren verpflichtet. Die Minister vereinbarten außerdem die Einrichtung des Europäischen Ministerausschusses für Umwelt und Gesundheit, der den Prozess auf Kurs halten soll. So soll der Ausschuss Prioritäten nennen und die Fortschritte der Länder bei der Erfüllung ihrer Zusagen beobachten.

Für den Zeitraum 2011–2012 wurden die Gesundheitsminister von Frankreich, Malta, Serbien und Slowenien sowie die Umweltminister von Aserbaidschan, Belarus, Rumänien und der Türkei in den Ausschuss berufen. Weitere Mitglieder sind die WHO-Regionaldirektorin für Europa, der Exekutivsekretär der Wirtschaftskommission der Vereinten Nationen für Europa (UNECE), der Direktor des Regionalbüros für Europa des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) und die Europäische Kommission.