Weltgipfel in New York erörtert positive Nebenwirkungen des Klimaschutzes

Heute hat der Generalsekretär der Vereinten Nationen Bank Ki-moon zum Weltklima nach New York eingeladen. Der Gipfel bringt die Staats- und Regierungschefs der Welt mit Spitzen aus Wirtschaft, Finanzen, Zivilgesellschaft und subnationalen staatlichen Strukturen zusammen, damit sie rechtzeitig vor der Klimakonferenz der Vertragsparteien im Dezember 2015 in Paris (Frankreich) ehrgeiziges Handeln und politische Entschlossenheit zum Abbau der Emissionen auf den Weg bringen.

WHO-Veranstaltung zu positiven Nebeneffekten des Klimaschutzes

Zur Unterstützung und Verstärkung der Argumente für die Maßnahmen organisiert die WHO während des Gipfels eine Diskussionsveranstaltung zu den positiven Nebeneffekten des Klimaschutzes. Gesundheitlicher Nutzen ist einer der größten und unmittelbarsten Erträge der Entscheidung für eine CO2-arme Entwicklung der Gesellschaft.  Die Belege dafür, dass eine grünere und nachhaltigere Politik vor Ort erhebliche unmittelbare gesundheitliche Vorteile bedeutet, insbesondere was sauberere Luft betrefft, mehren sich in raschem Tempo.

In vielen Fällen überstiege der Nutzen der Maßnahmen ihre finanziellen Kosten bei weitem. Dies wurde auch im letzten Bericht der Zwischenstaatlichen Sachverständigengruppen über Klimaänderungen klar anerkannt und ist die Grundlage für manche nationalen Klimaschutzpläne. Weiter verstärkt würde dieser Effekt durch eine verstärkte sektorübergreifende Zusammenarbeit, eine breitere Anwendung von Gesundheitsfolgenabschätzungen und Kosten-Nutzen-Analysen sämtlicher relevanten gesundheitlichen Vorteile und Gefahren sowie eine konsequente Beobachtung der Gesundheitstrends in Verbindung mit den ergriffenen Maßnahmen.

Damit der Klimawandel gestoppt werden kann, müssten die Treibhausgasemissionen in den kommenden 15 Jahren stark reduziert werden. Viele Länder und Unternehmen haben schon die wirtschaftlichen Chancen und verringerten Risiken erkannt, die mit einer Verringerung der Treibhausgasemissionen und Stärkung der Widerstandsfähigkeit verknüpft sind.  Ihnen kommt der Nutzen eines CO2-armen Wirtschaftswachstums bereits zugute durch:

  • eine belastbare Infrastruktur
  • neue Märkte
  • gute Arbeitsplätze
  • unabhängige Energieversorgung
  • Emanzipation der Frauen
  • sauberere Luft
  • bessere öffentliche Gesundheit

Umweltverträglichere Gestaltung des Gesundheitswesens

Weil ungefähr 4,2% der gesamten Treibhausgasemissionen in der Europäischen Region dem Gesundheitssektor entstammen, kann dieser ein Beispiel setzen und sein Ausstoß reduzieren sowie ökologisch nachhaltiger agieren. Das Regionalbüro für Europa engagiert sich aktiv für ökologisch nachhaltige Gesundheitssysteme sowie die Bewusstseinsbildung und Forschung zu den gesundheitlichen Nebeneffekten einer Treibhausgasreduktion.

Der Einsatz für die Abmilderung der Folgen des Klimawandels ergänzt überzeugend und erfolgreich die vorrangigen Maßnahmen zur Anpassung an den Wandel und hilft sichern, dass die Gesundheitswesen und Gemeinschaften in der Europäischen Region hinreichend belastbar sind, um die Gesundheit der Bevölkerung angesichts des Klimawandels zu verteidigen.