Europäische Bürgermeister treten für „Gesundheit 2020“ ein

Führende Kommunalpolitiker aus 95 europäischen Städten haben sich verpflichtet, als aktive Partner an der Entwicklung von „Gesundheit 2020“, der europäischen Politik für Gesundheit und Wohlbefinden, mitzuwirken.

„Dieses neue gemeinsame gesundheitspolitische Rahmenkonzept bietet uns eine reizvolle Plattform für die verstärkte Einflussnahme auf die Gesundheitspolitiker. Das ist unsere Stunde! Deshalb verpflichten wir uns, als aktive Partner an der Entwicklung und am Beratungsprozess teilzunehmen, als Prüfstand neuer Gedanken zu fungieren, eine Wissensquelle an der Basis zu sein, Fallstudien vor Ort zu unterstützen und aktiv für unsere gemeinsamen gesundheitlichen Zukunftsvisionen und Ziele einzutreten“, erklärte Georges Pire, der politische Leiter des Gesundheitswesens der Provinz Lüttich, Belgien.

Georges Pire unterzeichnete die Erklärung von Lüttich zur „Gesundheit 2020“ im Namen führender Kommunalpolitiker aus 95 europäischen Städten, die sich vom 15.–18. Juni 2011 in Lüttich zur jährlichen Geschäfts- und Fachtagung des WHO-Netzwerks Gesunde Städte eingefunden hatten. Über 300 Teilnehmer aus über 30 europäischen Ländern kamen zu dieser ersten kommunalpolitischen Beratungstagung zum Thema „Gesundheit 2020“.

„Wir freuen uns sehr über diese starke Rückendeckung für unseren neuen Politikprozess“, erklärte Zsuzsanna Jakab, die WHO-Regionaldirektorin für Europa. „Seit mehr als 20 Jahren fungieren die Gesunden Städte als lebensnahes Versuchslabor für die Entwicklung innovativer Ansätze zur Verbesserung der Gesundheit und des Wohlbefindens städtischer Bevölkerungen. Die aktive Einbindung des Städtenetzwerks in die Planung und Entwicklung von „Gesundheit 2020“ hilft uns sicherzustellen, dass die darin enthaltenen Empfehlungen und Ziele praktisch, relevant und umsetzbar sind.“