Gesunde-Städte-Netzwerk der Europäischen Region der WHO nimmt Erklärung von Pécs an

Zsolt Brém

Annual Conference of the WHO European Healthy Cities Network 2017 in Pécs, Hungary

Das Gesunde-Städte-Netzwerk der Europäischen Region der WHO ging am 3. März 2017 mit der Annahme der Erklärung von Pécs über gesunde Städte durch Bürgermeister und andere politische Entscheidungsträger zu Ende. Dies bestätigt ihre Entschlossenheit zur Schaffung einer inklusiven, sicheren, widerstandsfähigen und nachhaltigen Gesellschaft.

Auf der dreitägigen Konferenz diskutierten die anwesenden Experten und Delegationen über Initiativen zur Schaffung gesunder und befähigender städtischer Umfelder und berichteten von bewährten Praktiken. Die Beratungen hatten Themen wie Migranten und Flüchtlinge, Anpassung an den Klimawandel, Widerstandsfähigkeit von Gemeinschaften, Verkehrs- und Städteplanung sowie Gesundheit und Wohlbefinden im gesamten Lebensverlauf zum Gegenstand. Die Teilnehmer konnten einige der in Pécs durchgeführten Programme in diesen Bereichen besichtigen, die es zu einer inklusiven gesunden Stadt und zu einem starken Gründungsmitglied des Netzwerks machen.

Die Konferenz bot auch eine Gelegenheit zur Erweiterung des Gesunde-Städte-Netzwerks durch den offiziellen Beitritt der ungarischen Stadt Székesfehérvár zu dem nun mehr als 70 Mitglieder aus allen Teilen der Europäischen Region umfassenden Netzwerk.

Die Erklärung von Pécs über gesunde Städte

In der Erklärung von Pécs wird anerkannt, dass eine Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden für alle eine grundlegende Voraussetzung für eine nachhaltige Zukunft darstellt und dass die Städte eine Führungsrolle bei der Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung übernehmen müssen. Dies erfolgt parallel und ergänzend zur Erfüllung bereits bestehender Verpflichtungen, wie sie sich etwa aus den Ergebnissen der hochrangigen Konferenz mit dem Titel „Förderung ressort- und organisationsübergreifender Maßnahmen für mehr Gesundheit und Wohlbefinden in der Europäischen Region der WHO“ ergeben, die im Dezember 2016 in Paris stattfand. Auch die Themenbereiche der Gesundheit von Frauen und Migranten werden ausdrücklich hervorgehoben, und die Erklärung enthält ein Bekenntnis zur partnerschaftlichen Zusammenarbeit bei der Umsetzung der Strategie zur Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens von Frauen in der Europäischen Region der WHO sowie der Strategie und des Aktionsplans für die Gesundheit von Flüchtlingen und Migranten in der Europäischen Region der WHO, die beide auf der 66. Tagung des WHO-Regionalkomitees für Europa angenommen wurden.

Vor allem aber verpflichteten sich die anwesenden Bürgermeister und anderen politischen Entscheidungsträger zur Fortsetzung der Arbeit der Gesunde-Städte-Bewegung und vereinbarten die Abhaltung einer weiteren Tagung im kommenden Jahr in Belfast (Vereinigtes Königreich), auf der die nächste Phase (2018–2022) eingeläutet und das 30-jährige Bestehen des erfolgreichen Gesunde-Städte-Netzwerks der Europäischen Region gefeiert werden sollen.