Regionaldirektorin spricht sich für Investitionen in die Präventionsarbeit aus

WHO

From left: Adonis Georgiadis, Minister of Health of Greece; Zsuzsanna Jakab, WHO Regional Director for Europe; and Ingrīda Circene, Minister of Health of Latvia.

Die WHO-Regionaldirektorin für Europa Zsuzsanna Jakab sprach während eines Aufenthalts in Rom am 8. und 9. April 2014 vor einer breiten Schar gesundheitspolitischer Akteure aus Gesundheitsbehörden, Wirtschaft, nichtstaatlichen Organisationen, Forschungsinstituten, nationalen und regionalen staatlichen Stellen und der Zivilgesellschaft.

In ihrer Rede vor dem italienischen Gesundheitsforum, das die künftige italienische Gesundheitspolitik entscheidend mitgestaltet, bezog sich die Regionaldirektorin auf Investitionen in die Präventionsarbeit, die wirtschaftlichen Folgen nichtübertragbarer Krankheiten und die Reform des Versorgungssystems. Sie wiederholte zentrale Zielsetzungen aus dem neuen Rahmenkonzept für die Europäische Region „Gesundheit 2020“ und betonte deren Bedeutung für die Bewältigung der gesundheitspolitischen Herausforderungen und die Verwirklichung aller Möglichkeiten in Italien.
Folgen von Migration für die Gesundheit

Eine gemeinsame Initiative von WHO-Regionalbüro und italienischem Gesundheitsministerium, das PHAME-Projekt (Public Health Aspects of Migration in Europe), war Gegenstand einer Podiumsdiskussion über Migration und Gesundheit. Neben der Regionaldirektorin waren der italienische Vizepremierminister und Innenminister Angelino Alfano, die lettische Gesundheitsministerin Ingrīda Circene, der griechische Gesundheitsminister Adonis Georgiadis, die italienische Gesundheitsministerin Beatrive Lorenzin und der maltesische Minister für Inneres und nationale Sicherheit Emanuel Mallia zugegen. Die Regionaldirektorin betonte die Notwendigkeit zur Zusammenarbeit der gesamten Europäischen Region der WHO, wenn die Folgen der Migration bewältigt werden sollen. Die Gesundheit der Bevölkerung und die Einhaltung der Menschenrechte müssten dabei Priorität besitzen.

Künftige EU-Ratspräsidentschaft

Die Regionaldirektorin traf sich auch mit der italienischen Gesundheitsministerin, um die bevorstehende EU-Ratspräsidentschaft Italiens und das PHAME-Projekt weiter zu erörtern.

Weitere Gesprächsthemen

Die Regionaldirektorin bedankte sich beim italienischen Gesundheitsministerium für die Unterstützung des Prozesses der Ratifizierung einer neuen Vereinbarung für das Europäische Büro für Investitionen in Gesundheit und Entwicklung in Venedig. Sie nutzte zudem die Gelegenheit für ein Treffen mit den Gesundheitsministern Griechenlands, Lettlands und Litauens sowie mit Vertretern der EU und europäischer Gesundheitsorganisationen.