Flüchtlingskrise in Europa: Aktuelle Nachrichten und Maßnahmen der WHO

Die große und wachsende Zahl von Flüchtlingen und Migranten, die in Ländern der Europäischen Region der WHO Zuflucht suchen, macht dringend Maßnahmen zur Bewältigung des gesundheitlichen Bedarfs dieser Menschen erforderlich. Das Amt des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) geht davon aus, dass 2015 bislang ca. 410 000 Menschen über das Mittelmeer Europas Küsten erreicht haben und dass ca. 2900 auf dieser gefährlichen Reise über das Meer starben.

Die Lageberichte des Regionalbüros beschreiben die aktuelle Entwicklung, nennen gesundheitspolitische Belange, Bedürfnisse und Handlungsbedarfe und erläutern die Arbeit der WHO in Partnerschaft mit ihren Schwesterorganisationen der Vereinten Nationen und anderen humanitären Organisationen. 

Das Regionalbüro hat eine Arbeitsgruppe Migration und Gesundheit gebildet, die den Mitgliedstaaten sowie Länderbüros bei der Bewältigung der Herausforderungen aufgrund des großen Zustroms von Flüchtlingen und Migranten tatkräftig helfen soll.

Am 14. September erörterten leitende Regierungsvertreter aus den 53 Mitgliedstaaten in der Europäischen Region auf der 65. Tagung des Regionalkomitees für Europa in Vilnius (Litauen) die Auswirkungen der umfassenden Migration auf die öffentliche Gesundheit. Sie forderten die Fortsetzung des Engagements der WHO und ihrer Unterstützung einer angemessenen Reaktion auf die gesundheitspolitischen Folgen des massiven Zustroms von Menschen durch zusätzliche Bewertung der Länder, konzeptionelle Beratung für Notfallplanung, Schulung von Gesundheitspersonal und Lieferung von Hilfsgütern.