Gesundheitsfachkräfte in der Ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien in Fragen der Gesundheit von Flüchtlingen und Migranten geschult

WHO/Margarita Spasenovska

Dr. Suzana Manevska, Leiterin des Referats für präventive Gesundheitsversorgung beim Gesundheitsministerium der Ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien, stellt den Aktionsplan Migration und Gesundheit vor.

Das WHO-Regionalbüro für Europa hat in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium der Ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien über 150 Gesundheitsfachkräfte sowie Freiwillige des Roten Kreuzes in drei eintägigen Workshops dafür geschult, sich auf die gesundheitlichen Bedürfnisse von Flüchtlingen und Migranten einzustellen und auf sie zu reagieren. Derzeit kommen in dem Land täglich zwischen 3000 und 7000 Menschen an.

Die Workshops bestanden aus Gruppenarbeit und Diskussionen über die Situation in dem Land und die daraus resultierenden Probleme für die öffentliche Gesundheit, etwa mit Blick auf die Bereitschaftsplanung in Krankenhäusern und die Notwendigkeit regelmäßiger Lageberichte.

Ein Vertreter des Internationalen Zentrums für Migration, Gesundheit und Entwicklung, eines Kooperationszentrums der WHO, hielt einen Vortrag über die wichtigsten Gesundheitsaspekte und über sinnvolle Verfahren für die Vorbereitung auf plötzliche Flüchtlings- und Migrationsströme unter den gegenwärtigen Bedingungen in der Europäischen Region. Eine Vertreterin des Gesundheitsministeriums präsentierte einen Plan für die gesundheitlichen Gegenmaßnahmen ihres Landes unter den verschiedenen Szenarien sowie für die Bewältigung der wichtigsten Aspekte übertragbarer Krankheiten in der gegenwärtigen Krise, in dem Empfehlungen der WHO berücksichtigt worden seien.

Anschließend berieten die Teilnehmer über künftige Schritte zur Stärkung der Sofortmaßnahmen des Gesundheitswesens unter den verschiedenen Szenarien aus dem vom Gesundheitsministerium präsentierten Aktionsplan.

Zu den Teilnehmern gehörten Gesundheitsfachkräfte aus der medizinischen Notversorgung, aus Krankenhäusern, Gesundheitszentren und Gesundheitsämtern sowie vom Roten Kreuz, aber auch Akteure von außerhalb des Gesundheitswesens, etwa vom Zentrum für Krisenmanagement und von Kommunalverwaltungen.

Die Workshops wurden für Gesundheitspersonal im südlichen Teil (Gevgelija, Kavadarci, Negotino und Valandovo in der Region Gevgelija) wie auch im nördlichen Teil des Landes (Kumanovo und Kriva Palanka in der Region Kumanovo) organisiert.

Tägliche Ankunft in der Ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien

Die Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien hat derzeit einen wachsenden Zustrom von Flüchtlingen und Migranten zu bewältigen, die auf dem Weg nach Westeuropa das Land durchqueren wollen. Gegenwärtig kommen täglich zwischen 3000 und 7000 Menschen an. Die wichtigste Durchgangsroute verläuft von der südlichen Grenze zu Griechenland bis zur nördlichen Grenze zu Serbien. Inzwischen wurde im Süden nahe der Grenze zu Griechenland ein Durchgangszentrum zur Registrierung eingerichtet, in dem Ärzteteams des Roten Kreuzes die Flüchtlinge und Migranten mit Erster Hilfe versorgen. Die Regierung hat für den Süden wie auch den Norden des Landes den Notstand ausgerufen.

Seit dem Beginn des großen Zustroms von Flüchtlingen und Migranten in die Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien unterstützt das Regionalbüro das Gesundheitsministerium kontinuierlich mit fachlicher Hilfe und ist auch den Gesundheitsbehörden bei der Einstellung und Reaktion auf ihre gesundheitlichen Bedürfnisse behilflich.