Internationaler Tag der Migranten: Einsatz für die Gesundheit aller Flüchtlinge und Migranten in der Europäischen Region

IOM

Die jüngsten Ereignisse in Afrika und im Mittleren Osten haben eine dramatische Zunahme der Migrantenströme in Richtung der Länder der Europäischen Region der WHO ausgelöst. Nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration kamen allein 2016 fast 380 000 Menschen in Europa an, und über 4700 Personen wurden tot geborgen oder als auf See vermisst gemeldet. Heute leben in der Europäischen Region nach Schätzungen ca. 75 Mio. Migranten; dies entspricht knapp 8,4% der Gesamtbevölkerung.

Infolge der Migration steht die Europäische Region vor anhaltenden Herausforderungen, namentlich mit Blick auf die Gesundheit der Migranten. Das WHO-Regionalbüro für Europa arbeitet in enger Abstimmung mit den Mitgliedstaaten darauf hin, Bereitschaftspläne und Kapazitäten des Gesundheitswesens für eine Berücksichtigung der Bedürfnisse der Flüchtlinge und Migranten zu stärken. In partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit den Mitgliedstaaten will es dafür Sorge tragen, dass alle Flüchtlinge und Migranten in der Europäischen Region Zugang zu einer chancengleichen, bezahlbaren und qualitativ hochwertigen Gesundheitsversorgung erhalten und sich aufgrund der Verbesserung ihrer Lebensbedingungen einer guten Gesundheit erfreuen können.

Im September 2016 nahmen alle Länder der Europäischen Region die neuartige Strategie für die Gesundheit von Flüchtlingen und Migranten in der Europäischen Region der WHO samt zugehörigem Aktionsplan an. Darin wird ein Kurs für die Schaffung eines kohärenten und regionsweit einheitlichen Konzepts für das öffentliche Gesundheitswesen zur Bewältigung der Migration abgesteckt. Im Einklang mit dem Geist der in der Agenda 2030 genannten Ziele für nachhaltige Entwicklung wird in der Strategie und dem Aktionsplan die Notwendigkeit eines länder- und ressortübergreifenden Ansatzes hervorgehoben.

Anlässlich des Internationalen Tages der Migranten am 18. Dezember liefert das WHO-Regionalbüro für Europa direkte Einblicke in die Realität an der Migrationsfront in den Ländern der Europäischen Region sowie Informationen über die wichtigsten Maßnahmen zur Stärkung der Handlungsfähigkeit der Region in Bezug auf die gesundheitlichen Aspekte der Migration.