Rettung im Mittelmeer: Lehren aus den Erfahrungen Italiens

Nach der Schließung der sog. „Balkan-Route“ (von Griechenland über die Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien nach Serbien) im Februar 2016 wurde Italien zum wichtigsten Ankunftsland für Migranten und Flüchtlinge in Europa. Nach Berichten der Internationalen Organisation für Migration kamen zwischen 1. Januar und 4. Juni 2017 insgesamt 71 418 Migranten und Flüchtlinge auf dem Seeweg nach Europa, knapp 85% davon nach Italien.

Die italienischen Behörden verfügen über erhebliche Erfahrungen mit Such- und Rettungsaktionen und mit Lebensrettungsmaßnahmen für die Bedürftigsten. Um von diesen Erfahrungen zu lernen, nahmen die Absolventen des Sommerseminars über die Gesundheit von Flüchtlingen und Migranten an einer Exkursion teil, die auch die Simulation einer Such- und Rettungsaktion samt anschließender Triage beinhaltete.