Neue Webseiten über Migration und Gesundheit der Roma

In der Europäischen Region der WHO leben nach Schätzungen 73 Millionen Migranten und 10 bis 12 Millionen Roma. Das Rahmenkonzept der Europäischen Region für Gesundheit und Wohlbefinden „Gesundheit 2020“ nennt die Schaffung unterstützender Umfelder und widerstandsfähiger Gemeinschaften als eines von vier vorrangigen Handlungsfeldern. Die Verbesserung der Bedingungen, unter denen Migranten und Roma leben, aufwachsen, arbeiten und altern, sind ein Schlüssel zur Verbesserung ihrer Gesundheit und ihres Wohlbefindens sowie zum Abbau der Ungleichheiten in der Region.

Das Regionalbüro hat zwei neue Portale lanciert, über die Informationen zur Verbesserung der Gesundheit von Migranten- sowie Roma-Gruppen verbreitet werden sollen.

Portal für Migration und Gesundheit

Seit 2005 ist die Zahl der Migranten in der Europäischen Region der WHO um 5 Millionen gestiegen und liegt jetzt nach Schätzungen bei insgesamt 73 Millionen Menschen. Die Stärkung der Kapazitäten des Gesundheitssektors zur Bewältigung dieses großen Zustroms an Migranten ist ein weiterer Schlüssel zum Abbau gesundheitlicher Benachteiligungen.
Das Regionalbüro hat ein neues Projekt begonnen, das die durch Migration entstehenden gesundheitlichen Herausforderungen unter dem Dach von „Gesundheit 2020“ angehen soll. Das PHAME-Projekt (Public Health Aspects of Migration in Europe) soll den Mitgliedstaaten helfen, ihre Gesundheitswesen besser auf die zunehmende Migration vorzubereiten und an diese anzupassen.

Das mit Unterstützung des italienischen Gesundheitsministeriums geschaffene Projekt ist im WHO-Fachzentrum Venedig für Investitionen in Gesundheit und Entwicklung angesiedelt.

Dieses Portal schafft ein Forum für den Austausch von Erkenntnissen und bewährten Praktiken im Bereich der Gesundheit von Migranten und für die Förderung eines internationalen politischen Diskurses zu diesem Thema.

Portal zur Gesundheit der Roma

Die 10 bis 12 Millionen Roma, die nach Schätzungen in der Europäischen Region der WHO leben, machen eine der größten ethnischen Minderheiten aus. Es gibt erhebliche Benachteiligungen der Roma gegenüber der Mehrheitsbevölkerung, was sich sowohl im Gesundheitszustand wie auch im Zugang zu den Gesundheitseinrichtungen niederschlägt. Die Benachteiligungen sind gesellschaftlich bestimmt und werden von vielfältigen Prozessen der sozialen Exklusion verstärkt, die sowohl innerhalb wie außerhalb des Gesundheitssektors wirksam werden und mit einer Diskriminierung der ethnischen Roma einhergehen.

Die Verteidigung der Rechte und die Sicherung der sozialen Inklusion der Roma sind entscheidend für ihre Gesundheit und den Abbau gesundheitlicher Benachteiligungen in der Region. Das Regionalbüro beteiligt sich an der Dekade für die Integration der Roma und arbeitet gemeinsam mit der Europäischen Kommission und anderen Organisationen der Vereinten Nationen sowie Partnern für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Roma.

Um die inakzeptablen Lebensumstände der Roma ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken sowie Wissen und Sachverstand über Wege zur Verbesserung ihrer Gesundheit zu verbreiten, hat das Regionalbüro bzw. sein Programm Vulnerabilität und Gesundheit diese Website geschaffen und gibt vierteljährlich einen Nachrichtenbrief heraus.