Gesunde-Städte-Netzwerk der Europäischen Region der WHO

Die Jahrestagung und Fachkonferenz 2017 des Gesunde-Städte-Netzwerks der Europäischen Region der WHO wurde heute in Pécs (Ungarn) eröffnet. Das diesjährige Motto lautet: „Gesunde Städte schaffen: inklusiv, sicher, widerstandsfähig und nachhaltig“.

Die Konferenz findet zu einem für die Europäische Region ebenso wie für das Gesunde-Städte-Netzwerk und die hinter ihr stehende Bewegung wichtigen Zeitpunkt statt. Die Agenda 2030 und die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung haben der nachhaltigen Entwicklung, dem Abbau von Ungleichheit und dem Eintreten für Inklusivität neue politische Impulse gegeben und für all diese Ansätze ist auch Führungsarbeit in den Städten erforderlich.

„Städte sind entscheidend sowohl für die Umsetzung der Agenda 2030 als auch für eine nachhaltige, inklusive, sichere und widerstandsfährige Gesellschaft in der Zukunft,“ sagte die WHO-Regionaldirektorin für Europa Dr. Zsuzsanna Jakab. „Wir können die Ziele aus der Agenda 2030 oder Gesundheit 2020 nicht erreichen und auch nicht Gesundheit und Wohlbefinden für alle verbessern, ohne uns auf kommunaler Ebene zu engagieren.“

Im kommenden Jahr kann das Netzwerk auf 30 Jahre erfolgreicher Führung, Erneuerung und Infragestellung sowie auf die Schaffung blühender gesunder Städte in der gesamten Region zurückblicken. Die Konferenz findet in einer der Gründungsstädte des Netzwerks statt und bietet ein Forum zur Erörterung der aktuellen und künftigen Herausforderungen sowie der Rolle der Städte bei ihrer Bewältigung.

„Gesundheit ist ein entscheidendes Thema für all unsere Fachgebiete und die örtlichen Behörden tragen eine große Verantwortung für den Schutz und die Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden ihrer Bürger,“ erklärte der Bürgermeister von Pécs Zsolt Páva. „Ich hoffe, dass diese Konferenz den Teilnehmern frischen Elan verleihen und die Politiker dazu ermutigen wird, sich noch stärker für unser gemeinsames Anliegen einzubringen.“

Konkret werden die Themen zugängliche Verkehrsmittel, gesundheitsförderliche Umfelder, Migranten und Flüchtlinge, gesundes Altern, Gleichstellung und Lebensbeginn erörtert.

Bürgermeister und Politiker werden auch die politischen Visionen und Kriterien für das künftige Netzwerk untersuchen und erörtern und Elemente für die nächste Phase (2018–2022) entwickeln. Diese Diskussionen sollen in eine Erklärung münden, die gegen Ende der Konferenz angenommen wird.

Anschließen wird sich im November 2017 eine Bürgermeistertagung in Kopenhagen.

Diskussion über Webcast oder soziale Medien mitverfolgen

Die Plenarsitzungen werden im Internet live übertragen. Folgen Sie dem Verlauf und beteiligen Sie sich an den Diskussionen über Twitter (#pecs2017 und #healthycities).

Gesunde-Städte-Netzwerk der Europäischen Region der WHO

Dem Gesunde-Städte-Netzwerk der Europäischen Region der WHO gehören fast 100 Städte an. Außerdem gibt es in der Region 20 nationale Gesunde-Städte-Netzwerke, an denen mehr als 1400 Kommunen beteiligt sind. Das Netzwerk ist ein politisches und strategisches Instrument zur Förderung der gesamtstaatlichen und gesamtgesellschaftlichen Ansätze innerhalb der Region, wobei Chancengleichheit und gute Führungspraxis immer wiederkehrende Leitthemen sind. Das Netzwerk bringt viele Fachgebiete an einen Tisch, die sich wie Wohnungs-, Verkehrs- und Energiepolitik, Bodennutzungsplanung, stadtnahe Landwirtschaft und Abfallentsorgung ebenso signifikant auf die Gesundheit der Stadtbevölkerung auswirken können wie Bildungskonzepte und personelle Angebote. Es fördert kollegiales Lernen, den Austausch guter Praktiken und die Entwicklung von Instrumenten zur Unterstützung einer gesunden und nachhaltigen Entwicklung.