Festakt für „Gesundheit 2020“ in Dänemark

Sund By Netværket

Von links: Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, Astrid Krag, dänische Ministerin für Gesundheit und Krankheitsprävention, und Ninna Thomsen, Gesundheits- und Sozialdezernentin der Stadt Kopenhagen bei der Eröffnung von „Gesundheit 2020“ in Dänemark. Foto: Sund By Netværket

Auf einer Veranstaltung am 31. Oktober 2012, die vom dänischen Gesunde-Städte-Netzwerk und dem Stadtrat von Kopenhagen organisiert wurde, gaben Astrid Krag, die dänische Ministerin für Gesundheit und Krankheitsprävention, Ninna Thomsen, die Gesundheits- und Sozialdezernentin der Stadt Kopenhagen, und Tove Auda vom Seniorenbeirat Bispebjerg zusammen mit Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, den offiziellen Startschuss für „Gesundheit 2020“, das neue Europäische Rahmenkonzept für Gesundheit und Wohlbefinden.

Mit der Veranstaltung, auf der zahlreiche Vertreter verschiedener staatlicher Ebenen sowie eine Reihe aktiver Partner anwesend waren und die von lebhaften Tanzdarbietungen begleitet wurde, kam zum Ausdruck, wie wichtig das Handeln einer Vielzahl von Akteure auf verschiedenen staatlichen Ebenen für das Zustandekommen gesunder Wahlmöglichkeiten, den Abbau gesundheitlicher Ungleichheiten und die Ausschöpfung des gesundheitliches Potenzial durch alle Bürger ist.

Zsuzsanna Jakab erklärte, „Gesundheit 2020“ gründe auf der Erkenntnis, dass „wir in dieser vielfältig vernetzten Welt nicht passive Zuschauer sind, sondern ... die Ursachen der schlechten Gesundheit unserer Bevölkerung verstehen und ... daher aktiv im Sinne von Gesundheit, Wohlbefinden und Wohlstand eingreifen können“; zudem könnten sich „unsere einzelnen Maßnahmen in kollektivem Handeln potenzieren“.

Mit einem Hinweis auf die unterschiedliche Lebenserwartung in verschiedenen Teilen von Kopenhagen sowie der Feststellung, dass ein gleiches Recht auf Gesundheit nicht genug sei, sondern dass auch eine echte Chancengleichheit in Bezug auf ein gesundes Leben verwirklicht werden müsse, beschwor die dänische Gesundheitsministerin Astrid Krag die Notwendigkeit eines gesamtgesellschaftlichen Konzeptes in der Gesundheitspolitik. Sie unterstrich die erweiterte, proaktive Präventionsarbeit ihrer Regierung, die ressort-, behörden- und sektorübergreifenden Charakter habe und auch all jene anderen Akteure einbeziehe, die zur Lösung gesundheitlicher Problemstellungen im weiteren Sinne beitragen könnten: Verbände, Interessengruppen, Privatunternehmen und Freiwilligenorganisationen.

Abschließend erklärte sie: „Ich wünsche mir, dass wir in Dänemark es uns konkret zum Ziel setzen, dass in den nächsten zehn Jahren viele zusätzliche Menschen rauchfrei leben, dass unsere jungen Menschen gesündere Trinkgewohnheiten entwickeln, dass Sport und Bewegung für mehr Menschen zu einem natürlichen Bestandteil ihres täglichen Lebens werden und dass psychische Gesundheit und Wohlbefinden am Arbeitsplatz, in der Schule und im Alltag gewährleistet sind.“