Tag der Menschenrechte 2012: „Meine Stimme zählt“

WHO/Doina Lin

Das gleiche Recht jeder Person auf Gesundheit ist ein Eckstein in der Satzung der WHO.  Das Regionalbüro arbeitet mit Organisationen der Zivilgesellschaft dafür, dass diskriminierte, stigmatisierte und im Zugang zu Gesundheitseinrichtungen benachteiligte Gruppen (etwa Transgender, Männer mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten, Drogenkonsumenten und Roma) an der Ausarbeitung der sie betreffenden Gesundheitspolitik beteiligt und zur Entscheidung über ihre eigene Gesundheit befähigt werden.

Eine solche Gruppe ist FtM Phoenix aus der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS), die sich mit dem Thema Gesundheit und Rechte für Transgender beschäftigt. Eine weitere ist die im Aufbau befindliche Stiftung Roma-Gesundheit, die dem Thema Gesundheit und Rechte für Roma in Ungarn und der ganzen Region gewidmet ist.

In „Gesundheit 2020“, dem von den 53 Mitgliedstaaten der Europäischen Region im September 2012 angenommenen Rahmenkonzept, wird die Zivilgesellschaft als entscheidender Akteur in der Formulierung, Förderung und Durchführung gesellschaftlichen Wandels gewürdigt:

„Die Unterstützung der Zivilgesellschaft stärkt die Überzeugungsarbeit in Bezug auf Gesundheit und Chancengleichheit. ...Die Zivilgesellschaft kann sich in vielen Fällen komplexen, sensiblen oder stigmatisierten Themen in einer Weise widmen, die staatlichen Stellen und Behörden versperrt ist, insbesondere durch eine stärkere Einbeziehung marginalisierter Gruppen, die zuvor vielleicht nur schlecht erreicht werden konnten, ...“ 

„Gesundheit 2020“ Rahmenkonzept und Strategie  (WHO-Regionalbüro für Europa, 2012)

2012 soll der Tag der Menschenrechte unter dem Motto „Meine Stimme zählt“ zu gesellschaftlicher Integration und Teilhabe am öffentlichen Leben beitragen.