Regionaldirektorin stellt auf ihrem Besuch in Polen Gesundheit 2020 vor

National Institute of Public Health/J. Jaworski

Vertreter von polnischen Gesundheitsbehörden während einer Präsentation von Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, über die Verbesserung der Gesundheitssituation in Polen. Foto: Nationales Institut für öffentliche Gesundheit / J. Jaworski

Am 3. Juni 2013 traf Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, mit Ministern, Abgeordneten des Parlaments, Mitgliedern der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Gesundheitsexperten und Journalisten zusammen, um ihnen die Erkenntnisse und Empfehlungen der WHO in Bezug auf Wege zur Verbesserung der Gesundheitssituation in Polen zu präsentieren.

„Eine gute Gesundheit ist von entscheidender Bedeutung für die ökonomische und soziale Entwicklung“, erklärte Frau Jakab auf der Konferenz in Warschau. Neben den sozialen und menschenrechtlichen Aspekten von Gesundheit hob sie auch das Beziehungsgeflecht zwischen Gesundheit und Ökonomie hervor. „Das Gesundheitswesen ist einer der größten Wirtschaftszweige in jedem Land mit hohem bis mittlerem Volkseinkommen. Es ist ein wichtiger Arbeitgeber, Besitzer von Grund und Boden, Bauherr und Verbraucher.“

Die Regionaldirektorin wies darauf hin, dass die Länder der Europäischen Region trotz Verbesserungen in Bezug auf Gesundheitsindikatoren vor erheblichen Herausforderungen in ihren Gesundheitssystemen stünden und dass sowohl zwischen als auch innerhalb von Ländern wachsende Ungleichgewichte zutage träten. Da nichtübertragbare Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und traumatische Verletzungen die führenden Todesursachen in Polen sind, rief Frau Jakab zu stärkeren Anstrengungen im Bereich der Prävention auf.

Während der nachfolgenden Diskussionen herrschte allgemein die Auffassung, dass zur Inangriffnahme dieser Themen eine solide strategische Planung erforderlich sei. Sowohl die strategische Gesundheitsplanung in Polen als auch das Rahmenkonzept der WHO, „Gesundheit 2020“, wurden als ausgezeichnete Beispiele für Rahmenkonzepte genannt, mit denen sich bei ausreichendem politischem Willen zu ihrer Umsetzung gute Ergebnisse erzielen ließen.

Die Konferenz bot Vertretern aus allen Bereichen der öffentlichen Gesundheit eine Gelegenheit zum Austausch von Strategien und zum Herstellen eines Konsenses. Sie war ein bedeutender Schritt für die strategische Gesundheitsplanung in Polen mit Unterstützung durch die WHO.