Fähigkeit der Länder zur Umsetzung von Gesundheit 2020 stärken

WHO/David Barrett

Aus der gesamten Europäischen Region der WHO besuchten Gesundheitspolitiker und -experten, hierunter ehemalige Gesundheitsminister, am 8. und 9. Januar am Sitz des Regionalbüros in Kopenhagen die erste Fortbildungsveranstaltung für Berater zu „Gesundheit 2020“, dem Rahmenkonzept der Europäischen Region für Gesundheit und Wohlbefinden.

„Die Schaffung einer Gruppe WHO-akkreditierter Ratgeber zu „Gesundheit 2020“ zur Erfüllung der dringenden Bitte der Mitgliedstaaten um Unterstützung und Beratung ist für das Regionalbüro eine Herzenssache,“ bemerkte die WHO-Regionaldirektorin für Europa Zsuzsanna Jakab in ihrer Eröffnungsansprache.

Die zweitägige Veranstaltung diente der Verständigung der Teilnehmer auf eine gemeinsame Sicht der „Gesundheit 2020“ zu Grunde liegenden Werte und Erkenntnisse und der Wege zur Entwicklung und Umsetzung hierauf abgestimmter nationaler Gesundheitspolitiken.

Die Veranstaltung war in Plenar- und Gruppensitzungen gegliedert. Auf interaktive Weise wurden Beispiele aus den unterschiedlichen Szenarien der Länder erörtert. Zu den behandelten Themen gehörten:

  1. Erkennen und Erkunden der Charakteristika guter konzeptioneller Beratung (was ist zu empfehlen/wovon ist abzuraten),
  2. Orientierung und Operationalisierung zu den zentralen Werten, Begriffen und Ansätzen aus „Gesundheit 2020“,
  3. Nutzen des Rahmenkonzepts „Gesundheit 2020“, seiner zwei strategischen Ziele und seiner vier Prioritäten für konzeptionelles Handeln,
  4. Benennung von Chancen und Barrieren für die Entwicklung nationaler mit „Gesundheit 2020“ abgestimmter Konzepte,
  5. Vorstellung eines Umsetzungspakets für „Gesundheit 2020“ sowie der vorhandenen Werkzeuge und Angebote,
  6. Wege zur Entwicklung von Gesundheitspolitiken: Erkennen wesentlicher Akteure, Vermittlungsarbeit, Förderung von Eigenverantwortung, Sicherung evidenzbasierten Vorgehens und Einrichtung von Informationssystemen,
  7. Veranstaltung von Grundsatzdialogen, Konsultationsverfahren, strategischen Workshops und Debatten mit vielen Akteuren,
  8. Arbeit mit den Menschen vor Ort, hierunter einfühlsames Zuhören,
  9. Arbeit mit dem WHO-System,
  10. Entwicklung einer gemeinsamen Sicht der erwarteten Zuständigkeiten und verfügbaren Hilfen für die Ratgeber.

Es ist davon auszugehen, dass die Ratgeber den Ländern mindestens in den kommenden zwei Jahren für „Gesundheit 2020“ zur Verfügung stehen werden.