Kirgisistan verpflichtet sich zur Umsetzung von Gesundheit 2020

WHO

Kirgisistan hat sich durch Verabschiedung einer Resolution zur Verbesserung der Bevölkerungsgesundheit und zum Abbau gesundheitlicher Ungleichgewichte nachdrücklich zu den Zielen und Grundsätzen von „Gesundheit 2020“ bekannt. Die Resolution wurde im Rahmen eines politischen Runden Tisches in Bischkek angenommen.

In seiner Ansprache an die Tagung rief Ministerpräsident Jantoro Joldoshevich Satybaldiev alle Minister dazu auf, bei der nationalen Strategie zur Umsetzung von „Gesundheit 2020“ Hand anzulegen: „Der Schutz der öffentlichen Gesundheit ist nicht nur eine Zuständigkeit des Gesundheitsministeriums. Vielmehr handelt es sich dabei um eine gesamtstaatliche Aufgabe. Ich appelliere daher dringend an alle Minister, diese Problematik sehr ernst zu nehmen und sich aktiv an der Diskussion über den vorgelegten Entwurf der Strategie zu beteiligen.“

Nationaler Strategieplan im Einklang mit Gesundheit 2020

Mit der Resolution rückt Kirgisistan in die erste Gruppe von Mitgliedstaaten aus der Europäischen Region der WHO, die sich in vollem Umfang der Herausforderung stellen, das Rahmenkonzept „Gesundheit 2020“ umzusetzen und an ihre jeweiligen Gegebenheiten anzupassen.

An der Veranstaltung nahmen etwa 100 Vertreter des Gesundheitsministeriums und anderer Ressorts teil. Der ehemalige Gesundheitsminister der Türkei, Prof. Recep Akdağ, forderte in einer Grundsatzrede die Regierung eindringlich auf, in Bereichen wie der Tabakbekämpfung Entschlossenheit zu zeigen, und schilderte ermutigende Beispiele aus der Erfahrung seines Landes.

Das WHO-Regionalbüro für Europa hat Kirgisistan bei der Entwicklung seines neuen nationalen Strategieplans für Gesundheit unterstützt, der im Einklang mit den Grundsätzen und Prioritäten von „Gesundheit 2020“ steht. Für Februar 2014 ist ein Amtsbesuch der WHO-Regionaldirektorin für Europa in Kirgisistan geplant. Auf der Tagesordnung steht dabei neben „Gesundheit 2020“ auch der Fahrplan für das Programm „Den Sooluk“ zur Reformierung des Gesundheitswesens (2013–2017).

Dr. Agis Tsouros, Direktor der Abteilung Politikgestaltung und -steuerung für Gesundheit und Wohlbefinden beim WHO-Regionalbüro für Europa, hob die Unterstützung der WHO für die neue Politik in Kirgisistan hervor und erklärte: „Die entschlossene Botschaft und die Führungsrolle des Ministerpräsidenten auf dieser Tagung ist ein ermutigendes Zeichen für die Entschlossenheit der höchsten politischen Ebene, einen gesamtstaatlichen Ansatz zur Verbesserung der Gesundheit der Bevölkerung zu verfolgen.“