Regionaldirektorin lobt sektorübergreifenden Gesundheitsplan für Katalonien

Am 14. Februar 2014 lud die Regierung der Region Katalonien (Spanien) Politiker, Führungspersönlichkeiten und Akteure aus Staat und Gesellschaft zu einer Konferenz ein, auf der sie ihren ressortübergreifenden Gesundheitsplan für Katalonien (PINSAP) vorstellte. Durch PINSAP soll die Bevölkerung Kataloniens bei guter Gesundheit länger leben und dieses Ziel soll auch in der Gestaltung und Auswertung sämtlicher Konzepte und Strategien in öffentlicher Regie berücksichtigt werden. Der Plan wurde insbesondere mit Blick auf die Überwindung von sozial bedingten Ungleichheiten sowie von Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Gesundheit entworfen.

„Dieser Plan liegt auf einer Linie mit „Gesundheit 2020“, dem Rahmenkonzept der Europäischen Region für Maßnahmen von Staat und Gesellschaft zur Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden. ... Alle können daran mitwirken und ich schätze gerade Ihr kooperatives Engagement für eine positive Weiterentwicklung Kataloniens überaus,“ sagte die WHO-Regionaldirektorin für Europa Zsuzsanna Jakab in ihrer Grundsatzrede an die Anwesenden.

Sie betonte außerdem, dass gesundheitliche Ungleichheiten in Angriff genommen und gesundheitliche Interventionen schon früher eingesetzt werden müssten (wobei sie Gesundheitsförderung, Krankheitsprävention, primäre Gesundheitsversorgung und eine umfassende Bewältigung nichtübertragbarer Krankheiten hervorhob), damit die Gesundheit in der gesamten Europäischen Region verbessert werden könne.
Der Ministerpräsident und der Gesundheitsminister sowie alle übrigen Kabinettsmitglieder der katalanischen Landesregierung nahmen an der Konferenz teil.

PINSAP

PINSAP sieht Maßnahmen verschiedener Ressorts in 14 Bereichen vor, mit denen die Zahl der gesunden Lebensjahre erhöht werden soll: Mobilität, Nahrung und Ernährung, Umwelt, Beschäftigung, Stadtplanung und Wohnungswesen, Bildung, Kultur und Freizeitgestaltung, Gesundheitsversorgung, Sozialpolitik, Daten und Forschung, Engagement vor Ort. An konkreten Maßnahmen zur Förderung der aktiven Mobilität waren vier Ressorts beteiligt: Förderung des Gehens (durch besser gepflasterte Schulwege) und des Radfahrens (durch Radwege, Radangebote und die Umwidmung stillgelegter Bahnstrecken als Geh- und Radwege) im Alltag wie in der Freizeit.

Zur Umsetzung von PINSAP wurde ein ressortübergreifender Gesundheitsrat mit Vertretern der gesamten Regierung unter Leitung der Gesundheitsbehörde geschaffen. Außerdem hat eine Arbeitsgruppe des Gesundheitsministeriums wichtige Strategien und Interventionen mit Auswirkungen auf die Gesundheit aufgezeigt und Bereiche für sektorübergreifende Maßnahmen vorgeschlagen.