Lettischer Gesundheitsminister besucht WHO-Regionalbüro für Europa

Der lettische Gesundheitsminister Guntis Belēvičs bei seinem Zusammentreffen mit Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, am 7. Januar 2015.

Der neue lettische Gesundheitsminister Guntis Belēvičs besuchte am 7. Januar 2015 das WHO-Regionalbüro für Europa.

Zentrales Thema bei seinen Gesprächen mit der WHO-Regionaldirektorin für Europa, Zsuzsanna Jakab, war der Vorsitz Lettlands im Rat der Europäischen Union bis 30. Juni 2015. Herr Belēvičs erläuterte die gesundheitspolitischen Prioritäten der Präsidentschaft seines Landes, darunter die Bekämpfung der multiresistenten Tuberkulose, die Ausarbeitung einer Politik für die Ernährung von Kindern, die Förderung gesunder Lebensgewohnheiten an Schulen, die Unterstützung einer patientenzentrierten Gesundheitsversorgung, die Bekämpfung von Alkoholmissbrauch und die Koordination von Initiativen im Bereich eGesundheit.

Frau Jakab und Herr Belēvičs erörterten ausführlich die Frage, in welchen Bereichen das Regionalbüro die Arbeit der Präsidentschaft unterstützen könne, und befassten sich auch mit Themen von besonderem Interesse für den Minister, darunter die Gesundheitsfinanzierung und vor allem Aspekte wie Arzneimittel und Zahlungen aus eigener Tasche.

Frau Jakab fasste die Ziele des Europäischen Rahmenkonzeptes für Gesundheit und Wohlbefinden, „Gesundheit 2020“, zusammen: Verbesserung gesundheitlicher Resultate, Abbau gesundheitlicher Ungleichgewichte und Herbeiführung einer bereichsübergreifenden Zusammenarbeit. Sie gratulierte Herrn Belēvičs zur Ausarbeitung einer Strategie für öffentliche Gesundheit in Lettland für den Zeitraum von 2014 bis 2020, in der sich die Ziele von „Gesundheit 2020“ widerspiegeln, und unterstrich die Entschlossenheit der WHO, das Land bei der Umsetzung des Rahmenkonzeptes zu unterstützen.

Herr Belēvičs bezeichnete die Optimierung des Gesundheitssystems als eine vorrangige gesundheitspolitische Aufgabe seines Landes und nannte konkret die Einführung eines Zahlungssystems in Krankenhäusern auf der Grundlage von Diagnosegruppen, die Überprüfung von Arzneimittelpreisen und den Abbau der Wartelisten.

Der Besuch bot Herrn Belēvičs die Gelegenheit, mit Frau Jakab und anderen Mitarbeitern der WHO Fragen der Zusammenarbeit zwischen Lettland und dem WHO-Regionalbüro für Europa bis 2017 sowie Möglichkeiten zur Unterstützung des Ministers in der nationalen Gesundheitspolitik durch die WHO zu erörtern.