Gesundheitsminister Südosteuropas bekennen sich zur allgemeinen Gesundheitsversorgung

WHO

Dr. Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, und Dr. Zlatibor Lončar, Gesundheitsminister der Republik Serbien und derzeitiger Präsident des SEEHN luden am 22. und 22. Juni 2015 gemeinsam zur Ministertagung nach Serbien ein.

 Minister aus zehn Staaten des Südosteuropäischen Gesundheitsnetzwerks (SEEHN) kamen am 22. und 23. Juni 2015 in Belgrad (Serbien) zusammen und vereinbarten regionale wie nationale Maßnahmen zur Sicherung der allgemeinen Gesundheitsversorgung. Neben der Forderung nach einem gerechten Europa, in dem Gesundheitsausgaben nicht zur Verarmung führen sollen, billigten die Minister auch die Erklärung von Belgrad, bekannten sich zu mehr politischem Engagement für die Umsetzung von „Gesundheit 2020" und vereinbarten weitere konkrete Maßnahmen der Region zur Stärkung der Humanressourcen für Gesundheit und zur Abstimmung grenzüberschreitender Hilfe in gesundheitlichen Notsituationen. 

„Vor einem Jahr habe ich dem Regionalkomitee versprochen, weiter für bessere gesundheitliche Ergebnisse zu arbeiten und Gesundheit thematisch mit Chancengleichheit und Nachhaltigkeit zu verknüpfen. Und heute passiert dies immer häufiger in unserer Region und die Entscheidungsträger sehen sich zunehmend in der Pflicht, breitere Perspektiven anzunehmen. Schlüssig vernetzte staatliche Konzepte und stark ressortübergreifende Komponenten geben den weiteren Weg vor. Und dies gilt auch für das SEEHN und seine Mitgliedsländer," sagte Dr. Jakab in ihrer Eröffnungsrede. 

Die Minister begrüßten die Gelegenheit zum Austausch von Gedanken, Erfahrungen und Lehren in Bezug auf die gemeinsamen Prioritäten in der Zusammenarbeit der Länder. Sie erörterten die Stärkung ihrer Gesundheitssysteme, Krankheitsprävention, eine nachhaltige Finanzierung der Gesundheitssysteme, Gesundheitsinformationssysteme, Informationsaustausch, Gesundheitskompetenz, sektorübergreifende Partnerschaften, die Umsetzung der Internationalen Gesundheitsvorschriften (2005), Impfraten und vorbereitende Pläne und Maßnahmen im Fall von Notsituationen wie die Überschwemmungen im Balkan im Jahr 2014.

Die Gespräche umfassten auch die Leitungsstrukturen des Netzwerks auf politischer wie fachlicher Ebene. Drei neue Stellen für das Sekretariat wurden genehmigt, neue Mitglieder in den Exekutivausschuss des SEEHN aufgenommen und der Vorsitz für die kommenden zwei Jahre übergeben. 

Die Tagung wurde vom Präsidenten des Netzwerks und Gesundheitsminister der Republik Serbien, Dr. Zlatibor Lončar, sowie der WHO-Regionaldirektorin für Europa, Dr. Zsuzsanna Jakab, veranstaltet und brachte Minister, stellvertretende Minister und Staatssekretäre aus den zehn Mitgliedstaaten des Südosteuropäischen Gesundheitsnetzwerks zusammen.