Regionaldirektorin besucht Slowenien

WHO

Dr. Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, bei ihrem Zusammentreffen mit dem slowenischen Ministerpräsidenten, Dr. Miro Cerar, mit Finanzminister Dr. Dušan Mramor und Gesundheitsministerin Milojka Kolar Celarc am 29. Oktober 2015.

Dr. Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, stattete Slowenien am 29. und 30. Oktober 2015 einen Amtsbesuch ab. Bei einem Zusammentreffen in der Vila Podrožnik, das von der slowenischen Gesundheitsministerin, Milojka Kolar Celarc, organisiert wurde, sprach die Regionaldirektorin mit dem Ministerpräsidenten, Dr. Miro Cerar, sowie mit Finanzminister Dr. Dušan Mramor. Im Mittelpunkte der Gespräche standen die Reform des Gesundheitssystems und die Hilfe der WHO bei der Gewinnung von Evidenz für die Politikgestaltung. Dr. Jakab lobte die Erfolge des soliden slowenischen Gesundheitssystems und hob die steigende Lebenserwartung, den Rückgang der Mortalität aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und die niedrige Säuglingssterblichkeitsrate hervor. Ferner wurde konkret über Wege zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Gesundheitssystems diskutiert, namentlich durch Inangriffnahme der Herausforderungen im Ausgabenbereich, bei der Finanzierung und im System von Leistungseinkauf und -vergütung sowie bei der Optimierung des Leistungsangebots.

Die WHO und Slowenien sind seit vielen Jahren durch fruchtbare Arbeitsbeziehungen miteinander verbunden. 1996 wurde die Charta von Ljubljana über die Reformierung der Gesundheitsversorgung verabschiedet – ein Meilenstein für die Stärkung der Gesundheitssysteme in der Europäischen Region.

Die Flüchtlings- und Migrationskrise in Europa

Die Flüchtlings- und Migrationskrise in Europa gibt Slowenien aktuell besonderen Grund zur Sorge. Denn in den vergangenen zwei Wochen sind mehr als 100 000 Migranten ins Land gekommen, und der Zustrom hält an. Gesundheitliche und andere Aspekte der Migration wurden während des Amtsbesuchs mehrfach angeschnitten. Dr. Jakab betonte, die Einhaltung angemessener Versorgungsstandards für die nach Europa kommenden Flüchtlinge und Migranten sei nicht nur wichtig für den Schutz der Bevölkerungsgesundheit, sondern auch von grundlegender Bedeutung für den Schutz und die Förderung der Menschenrechte der neu hinzukommenden wie auch der eingesessenen Bevölkerung. 

Ansprache an den Staatsrat Sloweniens

In einer Ansprache an den Staatsrat stellte Dr. Jakab die Arbeit der WHO und das Rahmenkonzept für Gesundheit und Wohlbefinden, „Gesundheit 2020", vor und ging auch auf die vor kurzem angenommenen Ziele für nachhaltige Entwicklung und die Stärkung der Gesundheitssysteme ein. Sie erläuterte eine Reihe von gesundheitlichen Resultaten in Slowenien und präsentierte die Ergebnisse einer Bestandsaufnahme des Gesundheitssystems. Schließlich ging sie auch auf die Flüchtlings- und Migrationskrise sowie auf die Auswirkungen des Ebola-Ausbruchs auf Europa ein. 

Im Rahmen ihres Besuchs traf Dr. Jakab mit Primož Hainz, dem Stellvertretenden Präsidenten der Nationalversammlung, und Dr. Tomaž Gantar, dem Vorsitzenden des Parlamentarischen Gesundheitsausschusses, zusammen.

Zweijährige Kooperationsvereinbarung unterzeichnet

Die slowenische Gesundheitsministerin, Milojka Kolar Celarc, unterzeichnete zusammen mit der Regionaldirektorin eine zweijährige Kooperationsvereinbarung, in der die Prioritäten für ihre gemeinsame Arbeit im Zeitraum 2016–2017 festgelegt werden.