Regierungen rufen die WHO und Partner zur Unterstützung globaler Verkehrssicherheitsziele auf

Am 15. April 2016 verabschiedeten die Generalversammlung der Vereinten Nationen und ihre Mitgliedstaaten eine Resolution zur Verbesserung der weltweiten Straßenverkehrssicherheit. Die von der Regierung der Russischen Föderation eingebrachte Resolution wurde von 55 Staaten unterstützt.

Die Resolution A/70/L.44 bekräftigt die Verabschiedung und Umsetzung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals - SDGs) in der Straßenverkehrssicherheit, die Teil der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung sind. SDG-Ziel 3.6 sieht eine Senkung der Zahl der im Straßenverkehr getöteten und verletzten Personen um 50 % bis 2020 vor, und gemäß SDG-Ziel 11.2 sollen bis 2030 sichere, bezahlbare, zugängliche und nachhaltige Verkehrssysteme für alle zur Verfügung stehen.

Die Resolution unterstreicht die Bedeutung dieser Ziele und benennt Maßnahmen zur Senkung der Zahl der Opfer im Straßenverkehr als dringliche Entwicklungspriorität. Sie befürwortet außerdem das Ergebnisdokument der zweiten Weltkonferenz auf hoher Ebene über Straßenverkehrssicherheit, die im November 2015 in Brasilien stattfand, nämlich die Erklärung von Brasilia über Straßenverkehrssicherheit.

Aktionsdekade für Straßenverkehrssicherheit (2011–2020)

Die Resolution ruft die Staatsführungen erneut dazu auf, die Aktivitäten der Aktionsdekade für Straßenverkehrssicherheit (2011–2020) in vorderster Reihe mitzutragen. Im Einklang mit dem Globalen Plan für die Aktionsdekade für Straßenverkehrssicherheit (2011–2020) sind die Migliedstaaten aufgefordert, umfassende Rechtsvorschriften zur Bekämpfung der Hauptrisikofaktoren, darunter überhöhte Geschwindigkeit, Fahren unter Alkoholeinfluss, Nichttragen von Schutzhelmen und Nichtverwendung von Sicherheitsgurten und Kindersitzen, zu erlassen sowie die Sicherheit von Fahrzeugen und Straßen und die Notfallversorgung von Verkehrsunfallopfern zu verbessern. Ebenfalls gefordert werden gezielte Social-Marketing-Kampagnen zur Sensibilisierung und Verhaltensänderung der Verkehrsteilnehmer.

Fortschrittskontrolle in Bezug auf Verkehrssicherheitsziele

In der Resolution wird die WHO gebeten, in Zusammenarbeit mit Partnern die Länder bei der Erarbeitung von Indikatoren und Zielvorgaben zu unterstützen und die Fortschritte bei der Erreichung der Ziele der Aktionsdekade weiterhin durch Globale Lageberichte zu überwachen.

In der Europäischen Region der WHO deutet das Dokument „Fakten aus der Europäischen Region und der Globale Lagebericht zur Straßenverkehrssicherheit (2015)" darauf hin, dass mit einem Rückgang der Zahl der Verkehrstoten um 3 % gute Fortschritte erzielt werden. Dennoch muss dieser Wert noch deutlich steigen, wenn das Ziel einer Reduzierung um 50 % bis 2020 erreicht werden soll.