Tag 2: Neue Europäische Plattform zur Förderung von Partnerschaften zwischen Politikbereichen, und Organisationen der Vereinten Nationen und der Zivilgesellschaft

WHO/Andrew Wheeler

Vertreter von Organisationen der Vereinten Nationen vereinbaren die Einrichtung einer neuen Europäischen Plattform zur Förderung der Zusammenarbeit zwischen Ressorts sowie mit der Zivilgesellschaft

Der zweite Tag der Hochrangigen Konferenz „Gemeinsam für mehr Gesundheit und Wohlbefinden“ stand im Zeichen der Frage, wie ressortübergreifende Querschnittskonzepte umgesetzt werden können. Zahlreiche Delegierte hoben die Notwendigkeit hervor, im Hinblick auf die Schaffung wirksamer und dauerhafter Partnerschaften positive Effekte für Ressorts außerhalb der Gesundheitspolitik zu bestimmen und zu vermitteln. Sie vereinbarten die Einrichtung einer neuen Plattform zur Umsetzung und Verbesserung der Zusammenarbeit.
Sitzung 4: Ein Systemansatz – Investitionen in die Beschäftigten und Ermöglichung von Veränderungen
Heikki Räisänen, Forschungsleiter beim finnischen Ministerium für Wirtschaft und Beschäftigung, unterstrich zu Beginn der Sitzung in einer Präsentation die Bedeutung der Schaffung von Bedingungen, die für den Aufbau eines Fachkräfteangebots notwendig sind, das die komplexen, bereichsübergreifenden Leistungen bereitstellen kann, wie sie zur Verbesserung von Gesundheit und Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen benötigt werden. Er hob hervor, dass sogar Länder mit einer gut entwickelten Infrastruktur für die Ausbildung leistungsfähiger Arbeitskräfte mehr Gewicht auf die Herausbildung grundlegender Fertigkeiten wie Lese- und Rechenkompetenz legen müssten.

Herr Räisänen schilderte die Einführung des ressortübergreifenden Programms „Jugendgarantie“ in Finnland, dessen Zielsetzung darin bestehe, jungen Menschen Zugang zu Bildung und Beschäftigung zu verschaffen. Es beinhalte u. a. zentrale Anlaufstellen zur Beratung, die es durch Koordination zwischen verschiedenen zuständigen Dienststellen Personen unter 30 Jahren ermöglichen, ihre Probleme zu lösen. Er unterstrich, wie wichtig es sei, zunächst einmal das dringlichste Problem der Betroffenen in Angriff zu nehmen, etwa die Behebung gesundheitlicher Probleme, die einen jungen Menschen von der Erwerbstätigkeit abhalten, bevor die eigentliche Arbeitsvermittlungstätigkeit aufgenommen wird, oder die Erstellung eines Schuldenrückzahlungsplans, um dem Betroffenen einen Anreiz für die Annahme eines Beschäftigungsangebots zu geben. Das Beispiel Finnlands verdeutliche, dass eine ressortübergreifende Zusammenarbeit kein Selbstzweck sei, sondern vielmehr ein Mittel zur Lösung gemeinsamer Probleme.

In der Podiumsdiskussion zu dieser Sitzung warfen verschiedene Teilnehmer aus der Gesundheits-, Bildungs- und Sozialpolitik sowie aus der Zivilgesellschaft eine Vielzahl wesentlicher Fragestellungen auf: die Bedeutung der Neugestaltung der Ausbildung von Lehrern, Ärzten und Sozialarbeitern, um ihnen die für die Umsetzung ressortübergreifender Konzepte erforderlichen Fähigkeiten zu vermitteln; die Notwendigkeit von Bewertungskriterien für die Messung von Bildungsnormen; die zusätzlichen Beschäftigungseffekte der Tätigkeit von Gesundheitsfachkräften (jede Pflegekraft oder jeder Arzt schafft durchschnittlich 2,3 Arbeitsplätze); die Notwendigkeit der Schaffung menschenwürdiger Arbeitsbedingungen und -normen (einschließlich eines allgemeinen sozialen Basisschutzes) für Personen im Gesundheits- und Pflegewesen, wo es traditionell viele niedrig bezahlte oder unbezahlte Tätigkeiten gibt, die überwiegend von Frauen ausgeübt werden; die zunehmende Rolle der Zivilgesellschaft und der Privatwirtschaft bei der Bereitstellung von Gesundheits- und Sozialleistungen; die Notwendigkeit der Beseitigung von Schranken, die den Eintritt potenzieller Arbeitskräfte ins Gesundheitswesen verhindern; die stärker ausgeprägten Abstimmungsprobleme in den größeren Ländern; und die Herausforderung der Ermöglichung eines ressortübergreifenden Datenaustauschs.

Zahlreiche Delegierte befürworteten eine Abkehr von dem Konzept der „Gesundheitsversorgung“ und dessen Ersetzung durch eine „personenzentrierte Versorgung“. Eine personenzentrierte Versorgung erfolgt durch ein integriertes Team aus Mitarbeitern des Gesundheits-, Sozial- und Bildungswesens, die den Betroffenen als Person anstatt lediglich als Patienten wahrnehmen.

Sitzung 5: Ein Systemansatz – gute Politiksteuerung zugunsten von Gesundheit und Wohlbefinden aller Kinder und Jugendlichen

Oleg Crăciun, der Stellvertretende Minister für Gesundheit der Republik Moldau, eröffnete die Podiumsdiskussion der Sitzung, indem er berichtete, wie die Gesundheitsreform in seinem Land die Notwendigkeit einer ressortübergreifenden Zusammenarbeit verdeutlicht habe. Als konkretes Beispiel nannte er eine gesunde Ernährung an Schulen. Damit ein Kind in der Schule einen Apfel bekomme, sei eine Zusammenarbeit von Gesundheits-, Finanz-, Landwirtschafts-, Verkehrs- und Bildungsministerium erforderlich.
Eine Delegierte Österreichs forderte die Schaffung einer gemeinsamen Sprache für die ressortübergreifende Zusammenarbeit, die eine effektivere Vermittlung der positiven Wirkungen auf die einzelnen beteiligten Partner ermögliche. Dieses Argument griff auch eine Delegierte aus Slowenien auf, die für alle Ressorts die Bestimmung von Maßnahmen zum gegenseitigen Nutzen forderte. Sie unterstrich außerdem die Notwendigkeit, dafür zu sorgen, dass alle derartigen Aktivitäten auf der kommunalen Ebene umsetzbar sind, und erläuterte, dass eine Initiative zur Verbesserung der Ernährung an slowenischen Schulen durch Zubereitung von Gerichten aus lokal beschafften Lebensmitteln nur dann erfolgreich sein könne, wenn die Kinder selbst in die Planung und Zubereitung eingebunden würden.

Die Delegation Irlands hob die Bedeutung der Öffentlichkeitsarbeit hervor, um das nötige Verständnis und Engagement für die Konzepte und Initiativen zu schaffen, und wies darauf hin, dass eine gemeinsame Sprache – mit Begriffen wie Lebensqualität und Wohlbefinden – die Einbeziehung von mehr Menschen bewirke. Eine Vertreterin des Gesunde-Städte-Netzwerks der Europäischen Region schilderte ein Fallbeispiel aus einer französischen Kommune und unterstrich, dass nationale Konzepte auch auf der kommunalen Ebene umsetzbar sein müssten und dass für die Partnerschaften eine rechtliche und finanzielle Grundlage geschaffen werden müsse.

Eine Vertreterin der European Public Health Alliance führte eine Reihe zwingender Argumente für die Einbeziehung der Zivilgesellschaft in die Entwicklung und Umsetzung ressortübergreifender Konzepte an. Sie beschrieb nichtstaatliche Organisationen als Modelle für ressortübergreifende Arbeit und erklärte, dass diese als Frühwarnsystem für Systemversagen (z. B. Erwerbstätigenarmut bei Gesundheitspersonal und Pflege- und Betreuungspersonen) dienen, eine Beobachterfunktion erfüllen und den Menschen auf der anderen Seite der gesundheitlichen Kluft das Zuhören erleichtern könnten.

Das letzte Podiumsmitglied, David McDaid von der London School of Economics and Political Science, beleuchtete das Thema aus finanzieller Sicht. Er erklärte, eines der wirksamsten Mittel zur Überwindung von Barrieren für eine ressortübergreifende Zusammenarbeit sei die Einrichtung eines zweckgebundenen Fonds aus dem Finanzministerium oder dem Büro des Premierministers, dessen Gelder ausschließlich für ressortübergreifende Vorhaben verwendet werden dürften.

Sitzung 6: Die Lücken schließen – Information und Evidenz zum Handeln

Der Gesundheitsminister Andorras, Carles Álvarez Marfany, beschrieb eingangs der Sitzung einen 30 Kilometer langen Weg durch das Land, der in der Vergangenheit von Flüchtlingen benutzt worden sei. Er sei vor kurzem als ein Themenwanderweg für Gesundheit und Menschenrechte neu geschaffen worden, bei dem auf jedem Kilometer ein weiterer Artikel der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte auf einem Plakat dargestellt werde. Die Geschichte von dem Wanderweg sei ein anschauliches Beispiel für eine innovative Nutzung bereits vorhandener Mittel und leite zu dem thematischen Schwerpunkt der Sitzung über: dem Blick über die Daten hinaus und der Suche nach neuen Methoden zum Verständnis von Evidenz durch vielschichtige und nuancierte kulturelle Interpretationen.

Unter den Teilnehmern herrschte breite Übereinstimmung, dass quantitative Forschung allein nicht die Art von Verständnis ermögliche, das die Gesundheits-, Bildungs- und Sozialpolitik für effektive Entscheidungsprozesse benötigten. Stattdessen waren sie sich darüber einig, dass auch qualitative Forschungsarbeiten mit umfassenden Erläuterungen erforderlich seien, um subjektive Erfahrungen wie Glücksempfinden und Wohlbefinden zu bewerten und zu verstehen. Mit einem ausgewogenen Ansatz könne die Anwendung von Daten und Erkenntnissen grundlegende Veränderungen bewirken.

Das Zentrum für medizinische Geschichte an der Universität Exeter im Vereinigten Königreich, das inzwischen zum Kooperationszentrum der WHO für Kultur und Gesundheit ernannt wurde, hat es sich zum Ziel gesetzt, die Schaffung lokal wirksamer, sozial sinnvoller Konzepte zu unterstützen. Prof. Mark Jackson schilderte ein konkretes Beispiel, das im Zentrum untersucht worden sei: die sehr hohen Raten an Gebärmutterhalskrebs in Rumänien trotz der Verfügbarkeit von Reihenuntersuchungen und Impfungen gegen das humane Papillomavirus. Die ethnografischen und anthropologischen Forschungsarbeiten des Zentrums hätten ergeben, dass die Akzeptanz der Untersuchungen und Impfungen unter rumänischen Frauen gering sei, da es ein weit verbreitetes Misstrauen gegenüber staatlichen Gesundheitsförderungsmaßnahmen gebe, das als Reaktion auf eine aggressive Politik in den 1970er Jahren zu sehen und auch auf die stigmatisierende Wahrnehmung zurückzuführen sei, dass Frauen mit Gebärmutterhalskrebs promiskuitiv seien. Prof. Jackson war der Ansicht, dass diese Schicht des Verständnisses eine effektivere Evaluierung gesundheitspolitischer Konzepte ermögliche.

In einer ergiebigen Plenardiskussion wurden weitere Beispiele für die Notwendigkeit genannt, die Daten zu hinterfragen, um die kulturellen Rahmenbedingungen von Konzepten zu verstehen. Eine Delegierte Islands berichtete, dass in ihrem Land paradoxerweise nach der Finanzkrise von 2008 die Jugendlichen ihr Wohlbefinden besser bewerteten. Diesem Trend liege die Tatsache zugrunde, dass die Eltern weniger arbeiteten, daher mehr Zeit hätten und ihre Kinder in emotionaler Hinsicht besser unterstützen könnten.
Andere Teilnehmer wiesen auf die Notwendigkeit hin, Forschung und Evidenz im globalen Kontext zu betrachten, stellten fest, dass die Vergleiche zwischen Daten aus verschiedenen Ländern manchmal wenig hilfreich seien, und diskutierten über die anhaltende Herausforderung, Daten über Menschen zu erhalten, die am meisten Hilfe benötigen, aber am schwersten zu erreichen sind. Die Delegierten betonten, dass zur wirksamen Bekämpfung gesundheitlicher Ungleichheiten zunächst einmal an den Ungleichheiten in Bezug auf Gesundheitsinformationen angesetzt werden müsse.

Sitzung 7: Eine transformative Partnerschaft zwischen Gesundheits-, Bildungs- und Sozialpolitik zur Verwirklichung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung

Dr. Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, erklärte, die Verwirklichung der Ziele der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und die Umsetzung des Europäischen Rahmenkonzepts „Gesundheit 2020“ machten transformative Partnerschaften erforderlich, die ein Ansetzen an den sozialen Determinanten von Gesundheit zwischen Organisationen und staatlichen Ressorts sowie der Zivilgesellschaft beinhalteten, die allesamt an der Politikgestaltung und -umsetzung beteiligt werden müssten. Sie schlug vor, eine regionsweite Plattform zu schaffen, die alle Partner regelmäßig zusammenführe, und einen Mechanismus einzuführen, der eine wirksame Zusammenarbeit in der gesamten Familie der Vereinten Nationen und die gezielte Nutzung von Koalitionen der Vereinten Nationen ermögliche. Zusammen könnten sie einen positiven Schritt hin zu einer ressort- und organisationsübergreifenden Zusammenarbeit vollziehen. Es sei auch hilfreich, dafür zu sorgen, dass Gesundheit und Wohlbefinden in den Mittelpunkt nationaler Entwicklungspläne gestellt würden.

Die Vertreter mehrerer Organisationen der Vereinten Nationen brachten ihre Unterstützung für eine solche Plattform sowie ihre Bereitschaft zu einer Beteiligung an ihr zum Ausdruck. Rie Vejs-Kjeldgaard, Stellvertretende Regionaldirektorin für Europa und Zentralasien bei der Internationalen Arbeitsorganisation, unterstrich die Entschlossenheit ihrer Organisation, den sozialen Basisschutz zu fördern und sich für die steuerlichen Spielräume und Kapazitäten einzusetzen, die für die Bereitstellung solcher Maßnahmen der sozialen Sicherung notwendig seien. Basil Rodriques, Regionalbeauftragter beim Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, schlug die Erstellung eines Inventars relevanter Initiativen in den verschiedenen Organisationen vor, das eine kollektive Arbeit und eine wirksamere Zusammenführung von Ressourcen ermöglichen solle. Rosemary Kumwenda, Regionalbeauftragte beim Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen, hob die Bedeutung der Stärkung von Partnerschaften und Kooperationen auf der nationalen Ebene hervor. Tamar Khomasuridze, Beraterin für sexuelle und reproduktive Gesundheit beim Regionalbüro für Osteuropa und Zentralasien des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen, äußerte ihre Überzeugung, dass die neue Plattform es ermöglichen werde, Erfahrungen auszutauschen, und dass sie von der Beteiligung der Zivilgesellschaft – und insbesondere von Jugendnetzwerken – profitieren werde. Christophe Cornu, Leitender Programmspezialist bei der Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur, erklärte, die Konferenz selbst sei ein Kooperationsprozess, der „ein deutliches Signal an die Welt“ aussende.

Abschlusserklärung der Konferenz

Monika Kosinska, Leiterin des Programms Politiksteuerung für Gesundheit beim WHO-Regionalbüro für Europa und Koordinatorin der Konferenz, skizzierte die wichtigsten Elemente der Abschlusserklärung der Konferenz mit dem Titel „Partnerschaften für Gesundheit und Wohlbefinden unserer jungen und künftiger Generationen“. Dazu gehörten die umfassende Beteiligung aller Zielgruppen, die Schwerpunktlegung auf Risikovermeidung, die Suche nach Chancen für Kooperationen, die Förderung der psychischen Gesundheit und die Hervorhebung der Notwendigkeit kulturell angemessener Maßnahmen. Die Erklärung wird nach einem umfassenden Konsultationsprozess der 67. Tagung des WHO-Regionalkomitees für Europa im September 2017 zur Annahme vorgelegt.

Abschluss der Konferenz

In ihren Schlussbemerkungen erklärte Dr. Zsuzsanna Jakab, mit der Konferenz sei gleichsam ein Traum wahr geworden – die praktische Durchführung von Beratungen über die Berücksichtigung von Gesundheitsaspekten in allen Politikbereichen und die Einbindung der Zivilgesellschaft in Gestaltung und Umsetzung politischer Handlungskonzepte. „Um weit zu kommen, müssen wir zusammen vorgehen. Damit kein Kind zurückgelassen wird, müssen wir zusammen tätig werden und gemeinsam Verantwortung übernehmen.“

Nebenveranstaltung: Gesundheitskompetenz

In dieser Veranstaltung wurde die Frage untersucht, wie die Gesundheitspolitik die Argumente für Investitionen in die Gesundheitskompetenz am besten vermitteln kann, insbesondere gegenüber dem Bildungswesen. In seinem Vortrag erklärte David McDaid, bis zu 47% der Bevölkerung in der Europäischen Region verfügten nur über eine schwache oder unzureichende Gesundheitskompetenz. Er nannte Beispiele und Belege dafür, wie Gesundheitskompetenz in vielen Politikbereichen Verbesserungen bewirken kann. Er betonte, Gesundheitskompetenz könne auch durchaus kurzfristige Zugewinne ermöglichen, was frühzeitige Maßnahmen und Investitionen in diesem Bereich fördern könne. In Wortmeldungen aus dem Plenum, auch von Teilnehmern aus dem Bildungswesen, wurde im Hinblick auf Werbung für Gesundheitskompetenz nochmals die Bedeutung einer Rhetorik hervorgehoben, die auch in anderen Ressorts Wirkung erzielt.

Nebenveranstaltung: Bestandsaufnahme der Institutionen für Erwachsene mit psychischen Behinderungen in der Europäischen Region der WHO

Die Vortragenden präsentierten überzeugende Daten aus den Ergebnissen einer Umfrage der WHO in 35 Ländern über die Steuerung, Zahl und demografischen Statistiken von Institutionen für Menschen mit chronischen psychischen Störungen. Die Delegierten der Republik Moldau und des Vereinigten Königreichs schilderten Beispiele einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit Beteiligung verschiedener Ressorts und Akteure mit dem Ziel, Menschen mit chronischen psychischen Störungen eine Fortsetzung ihres Lebens in der Gesellschaft zu ermöglichen. Die Teilnehmer wiesen auf die zentrale Problematik einer Kultur der Stigmatisierung hin, deren allmähliche Beseitigung eine aktive Unterstützung durch die Gesellschaft und eine intensive Schulung der beschäftigten Fachkräfte erfordere.