Eröffnungsveranstaltung zum Weltgesundheitstag in der Region: Alte Menschen an der Gestaltung der Konzepte beteiligen

Die Beteiligung alter Menschen an der Gestaltung von Konzepten für ein aktives Altern war zentrales Thema der Eröffnungsveranstaltung der Region zum Weltgesundheitstag, die am 2. April 2012 in Kopenhagen stattfand.

Die Generaldirektorin der fusionierten dänischen Gesundheits- und Arzneimittelbehörde Else Smith eröffnete die Veranstaltung, indem sie die Bedeutung des frühzeitigen Erwerbs von gesundheitsförderlichen Verhaltensweisen wie gesunder Ernährung, Nichtrauchen und körperlicher Betätigung für die Prävention chronischer Erkrankungen im höheren Alter betonte.

Regionaldirektorin Zsuzsanna Jakab erwähnte positive Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte in der Europäischen Region der WHO: „Die Erhöhung der Lebenserwartung in der Europäischen Region ist ein großartiger Erfolg; jetzt gilt es, diese zusätzlichen Lebensjahre mit einer verbesserten Lebensqualität zu erfüllen. Die Politik kann in allen Ländern unserer Region diese Entwicklung dadurch unterstützen, dass sie in ein breites Spektrum von Konzepten zur Förderung eines gesunden und aktiven Alterns investiert.“

Der Bürgermeister von Udine (Italien) Furio Honsell zählte erfolgreiche Beispiele aus der Praxis vor Ort auf. Die altengerechten Initiativen der Stadt Udine umfassten:

  • Erreichbarkeit grüner Bereiche überall in der Stadt im Abstand von 500 Schritten,
  • Verlegung von Bushaltestellen an die Lebensorte alter Menschen,
  • Förderung 10 einfacher täglicher Übungen für alte Menschen,
  • Engagement ältere Menschen als Schülerlotsen und Berater für eine sicherheitsförderliche Umgestaltung der Straßen,
  • Einbeziehung der Privatwirtschaft (Supermarktkette) in ein Programm zur Messung von Blutdruck, Blutzucker und Körper-Masse-Index für das Erkennen der Risikofaktoren für nichtübertragbare Krankheiten,
  • Anlage von Gemeinschaftsgärten, in denen junge und alte Menschen zusammen Gemüse ziehen können,
  • Förderung eines sehr aktiven ehrenamtlichen Sektors für soziale Kontakte und Essen auf Rädern,
  • Kurse und Werkstätten für Musik, Spiele, Malerei, Sprache, Erzählen und Schreiben zur Erhaltung der geistigen Frische alter Menschen.

Furio Honsell schloss damit, dass der Erfolg dieser Politik von der aktiven Einbeziehung alter Menschen in die Planung, Entwicklung und Durchführung der Initiativen abhänge. „Dies ist ein sehr lohnenswerter Ansatz. Partizipatorische Konzepte sind unabdingbar. Die Teilhabe am Prozess selbst aktiviert die Menschen.“