Erste Tagung der Expertengruppe Gesundheit und SDG trägt zum Fahrplan für Gesundheit und nachhaltige Entwicklung in der Europäischen Region bei

2016 erkannten die Länder der Europäischen Region der WHO an, dass das Rahmenkonzept „Gesundheit 2020“ und die thematisch verwandten Resolutionen der Weltgesundheitsversammlung und des Regionalkomitees eine feste Grundlage bildeten, anhand derer Gesundheit in den Mittelpunkt von Initiativen zur Umsetzung der Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung und zur Verwirklichung der darin enthaltenen Nachhaltigkeitsziele (SDG) gestellt werden solle. Das WHO-Regionalkomitee für Europa stimmte auch der Ausarbeitung eines Fahrplans zur Unterstützung der Länder bei diesen Bemühungen zu.

Vom 17. bis 19. Januar 2017 traf die Expertengruppe Gesundheit und SDG auf Einladung des WHO-Regionalbüros für Europa zu ihrer ersten Tagung zusammen, deren Zielsetzung die Unterstützung des Sekretariats der WHO bei der Ausarbeitung des Fahrplans war. Die Tagung fand beim Europäischen Büro der WHO für Investitionen in Gesundheit und Entwicklung in Venedig statt.

Die Teilnehmer unterstrichen die Bedeutung der SDG bei der Förderung von Gesundheit und Wohlbefinden und hoben hervor, dass zur Erfüllung ihrer gesundheitsbezogenen Zielvorgaben ein Paradigmenwechsel erforderlich sei. Bei einem solchen Kurswechsel müssten vor allem auf folgende Aspekte im Mittelpunkt stehen: Politiksteuerung und ressortübergreifende Maßnahmen für Gesundheit; das Gebot, niemanden zurückzulassen; eine Abstimmung der Entwicklungs- und Gesundheitspolitik der Länder und die Herstellung von Politikkohärenz zwischen den einzelnen SDG; und die Mittel für die Umsetzung. Zu Letzteren gehörten die Partnerschaften, eine nachhaltige Finanzierung, der Komplex Forschung und Innovation sowie eine Ausweitung von Erfolgskontrolle und Rechenschaftslegung.

Der Entwurf des Fahrplans wird den Mitgliedstaaten in der Europäischen Region Mitte Februar 2017 im Rahmen einer Online-Konsultation vorgelegt. Der Fahrplan wird der nächsten Tagung des Regionalkomitees im September 2017 zur Zustimmung vorgelegt.