Erste Tagung der Koalition über Gesundheitsfragen zwischen den Vereinten Nationen und der Europäischen Region legt vier gemeinsame Arbeitsfelder fest

Die Koalition über Gesundheitsfragen zwischen den Vereinten Nationen und der Europäischen Region ist ein Koordinationsmechanismus, der sich zum Ziel gesetzt hat, zur Verwirklichung des Nachhaltigkeitsziels (SDG) 3 („Ein gesundes Leben für alle Menschen jeden Alters gewährleisten und ihr Wohlergehen fördern“) und der in den anderen SDG aufgestellten gesundheitsbezogenen Vorgaben in der Europäischen Region der WHO beizutragen.

Die Gründungstagung der Koalition, die unter der Federführung des WHO-Regionalbüros für Europa steht, fand am 10. November 2016 statt. Die Teilnehmer diskutierten über den Mehrwert gemeinsamen Handelns und vereinbarten eine Liste besonders vielversprechender Maßnahmen. Nach der Festlegung von Kriterien für die Prioritätensetzung einigten sie sich auf folgende vier Arbeitsfelder:

  1. Gesundheit im gesamten Lebensverlauf, mit Schwerpunkt auf der Gesundheit von Müttern und Kindern (relevant für die SDG 3, 4, 5 und 16);
  2. übertragbare Krankheiten, mit einem Schwerpunkt auf HIV und Tuberkulose (relevant für die SDG 3, 1 und 6);
  3. allgemeine Gesundheitsversorgung, mit Schwerpunkt auf Medikamenten (relevant für die SDG 3, 1 und 5); und
  4. Migration, einschließlich Fragen in Verbindung mit Notlagen (relevant für die SDG 3, 1, 10, 11 und 13).

Die Koalition erwog auch nichtübertragbare Krankheiten sowie Umwelt und Gesundheit als mögliche Arbeitsfelder, einigte sich dann aber darauf, in diesen Bereichen eher auf bereits bestehende Kooperationen zwischen Organisationen der Vereinten Nationen aufzubauen.

Das erste Arbeitsziel der Koalition ist die Erstellung eines Zwei-Jahres-Plans.

Die Tagung fand unter dem Vorsitz der Regionaldirektorin für Europa, Dr. Zsuzsanna Jakab, statt. Insgesamt waren Vertreter von sieben Organisationen der Vereinten Nationen anwesend: dies waren das Gemeinsame Programm der Vereinten Nationen für HIV/Aids, das Büro des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen, das Büro der Vereinten Nationen für Projektdienste, der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen und das WHO-Regionalbüro für Europa.

Die Koalition wurde vom Regionalen Koordinierungsmechanismus der Vereinten Nationen für Europa und Zentralasien ins Leben gerufen und ist diesem unterstellt. Die nächste Tagung ist für März 2017 geplant.