Längeres und gesünderes Leben – gemeinsam für integrierte, personenzentrierte Versorgung älterer Menschen

WHO

Gesundheitssysteme müssen allen Altersgruppen gerecht werden und dürfen niemanden zurücklassen – dies ist ein Kernbestandteil der visionären Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung. Aus Anlass des Internationalen Tags der älteren Menschen am 1. Oktober wird die WHO neue Leitlinien für die integrierte Versorgung älterer Personen (ICOPE) vorstellen, welche die Arbeit der Mitgliedstaaten für eine stärker integrierte und personenzentrierte Gesundheitsversorgung und Langzeitpflege Menschen jeden Alters unterstützen sollen.

Eine hochrangige Tagung am 2. Oktober 2017 in Genf bildet den Rahmen für die offizielle Vorstellung der Leitlinien, die Gesundheitsdienstleistern Orientierungshilfen bieten für geeignete Ansätze vor Ort zur Aufdeckung und Handhabung einer wesentlich verschlechterten physischen und psychischen Verfassung von Patienten und für Maßnahmen zur Unterstützung der betreuenden Personen. Sie können die Grundlage für nationale Leitlinien bilden, welche die Inklusion älterer Menschen in Angebote der primären Gesundheitsversorgung unter Verwendung eines personenzentrierten und integrierten Vorgehens bezwecken.

Mit ICOPE verknüpft ist die Forderung nach Investitionen in eine allgemeine Gesundheitsversorgung zur Sicherung besserer gesundheitlicher Ergebnisse für ältere Menschen. Empfohlen wird die Aufnahme von Maßnahmen für ein gesundes Altern in das Leistungspaket einer allgemeinen Gesundheitsversorgung.

In diesem Jahr wird an diesem Tag die Nutzung des Wissens und Könnens älterer Menschen für die Gemeinschaft der Zukunft thematisiert. Der Beitrag älterer Menschen zur Gemeinschaft und ihre Beteiligung an der altengerechten Ausgestaltung der Gesellschaft nehmen auch in Strategie und Aktionsplan für gesundes Altern in der Europäischen Region (2012–2020) zentrale Plätze ein. Viele Erfahrungen zu diesem Themenbereich wurden in Städten und Gemeinden der Europäischen Region der WHO gesammelt und in der neuen Veröffentlichung des Regionalbüros Schaffung altersgerechter Umfelder in der Europäischen Region dokumentiert.