Tabak bricht Herzen – wähle deine Gesundheit statt Tabak

Tobacco breaks hearts - choose health, not tobacco

Raucher erleiden zwei- bis viermal häufiger als Nichtraucher eine koronare Herzkrankheit oder einen Schlaganfall, und selbst Erwachsene, die passiv dem Tabakrauch anderer ausgesetzt sind, haben ein um 25% bis 30% erhöhtes Risiko. Anlässlich des Weltnichtrauchertags 2018 zeigt die WHO auf, was getan werden kann, um die durch Tabak bedingten Risiken für die Herzgesundheit zu reduzieren, und welche unmittelbaren positiven Auswirkungen der Rauchverzicht hat.

„Wir stellen fest, dass die Öffentlichkeit zwar im Allgemeinen weiß, wie schädlich das Rauchen ist, die meisten Menschen sich jedoch nicht der engen Verbindung zu Herzerkrankungen und Schlaganfällen bewusst sind. Tabakkonsum trägt zur erhöhten Inzidenz von chronischen Krankheiten und den damit verbundenen Todesfällen bei und hat verheerende Folgen für Patienten und ihre Familien“, sagt Dr. Zsuzsanna Jakab, die WHO-Regionaldirektorin für Europa. „Hört ein Raucher mit dem Rauchen auf, verringert er sein Risiko für diese Erkrankungen, unabhängig davon, wie lange er geraucht hat. So ist das Lungenkrebsrisiko zehn Jahre, nachdem man mit dem Rauchen aufgehört hat, nur noch etwa halb so groß wie bei einem Raucher.“

Die Wirkungen des Rauchverzichts sind fast umgehend zu beobachten:

  • Innerhalb von 20 Minuten sinken die Herzfrequenz und der Blutdruck.
  • Innerhalb von 12 Stunden sinkt der Kohlenmonoxid-Spiegel im Blut auf einen Normalwert.
  • Innerhalb von 2 bis 12 Wochen verbessern sich die Durchblutung und die Lungenfunktion.
  • Ein Jahr nach der letzten Zigarette ist das Risiko für eine koronare Herzkrankheit nur noch halb so groß wie das eines Rauchers.
  • Zwischen 5 und 15 Jahre nach der letzten Zigarette liegt das Risiko für einen Schlaganfall bei dem eines Nichtrauchers.
  • 15 Jahre nach der letzten Zigarette entspricht das Risiko für eine koronare Herzkrankheit dem eines Menschen, der nie in seinem Leben geraucht hat.

Maßnahmen zur Tabakentwöhnung dämmen Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein

Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind Störungen des Herzens und der Blutgefäße. Dazu gehören etwa die koronare Herzkrankheit, zerebrovaskuläre Erkrankungen und die rheumatische Herzkrankheit. Sie töten jährlich 17,7 Mio. Menschen weltweit, was einem Drittel aller Todesfälle entspricht. In der Europäischen Region der WHO, wo 28% der Erwachsenen rauchen, war der Tod von 46% der 4,2 Mio. Raucher, die im Jahr 2015 starben, auf eine Herz-Kreislauf-Erkrankung zurückzuführen.

„Immer mehr Menschen hören mit dem Rauchen auf und sind sich der mit dem Rauchen verbundenen Risiken bewusst“, sagt Dr. Jakab. „Gleichzeitig sind sich die Regierungen darüber im Klaren, dass eine Verringerung des Tabakkonsums sich nicht nur positiv auf die Gesundheit der Bevölkerung auswirkt, sondern auch auf die Wirtschaft und das Gesundheitswesen des Landes – ein gesundes Land ist ein wohlhabendes Land.“

Die zunehmend von den Ländern der Europäischen Region in Einklang mit dem Rahmenübereinkommen der WHO zur Eindämmung des Tabakgebrauchs ergriffenen politischen Maßnahmen leisten nachweislich einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung der Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Zu diesen Maßnahmen zählen etwa die Erhöhung von Tabaksteuern und Preisen für Tabakprodukte, die Einführung neutraler/standardisierter Verpackungen bzw. großer, grafischer Warnhinweise auf sämtlichen Tabakverpackungen, die Durchsetzung umfassender Verbote von Tabakwerbung, -verkaufsförderung und -sponsoring, die Beseitigung der Exposition gegenüber Passivrauch an allen Arbeitsplätzen in geschlossenen Räumen, an öffentlichen Orten und in öffentlichen Verkehrsmitteln sowie die Durchführung wirksamer Kampagnen in den Massenmedien, um die Öffentlichkeit über die Gefahren des Rauchens bzw. Tabakkonsums und des Passivrauchens zu informieren.