WHO eröffnet Kooperationszentrum für kardiovaskuläre Erkrankungen, e-Gesundheit und werteorientierte Versorgung in St. Petersburg

The Almazov National Medical Research Centre, Ministry of Health, Russian Federation

Das Zentrum für Herz und Gefäße am Medizinischen Forschungszentrum Almazov in St. Petersburg ergänzt ab sofort die internationale Gemeinschaft der mehr als 800 WHO-Kooperationszentren.

Das beim Gesundheitsministerium angesiedelte Almazov-Zentrum ist eine führende russische Institution, deren Fokus sowohl auf der Grundlagen- wie auch angewandten Forschung in einer Vielzahl von medizinischen Bereichen liegt, von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zur Neurochirurgie. Das Zentrum bietet fachübergreifende, fachärztliche Versorgung, die hochtechnologische Chirurgie ebenso wie die kontinuierliche medizinische Weiterbildung von Forschern und praktizierenden Ärzten umfasst.

Als WHO-Kooperationszentrum ist das Institut für Herz und Gefäße nun Teil eines multilateralen internationalen Netzwerks von Forschungs-, klinischen und akademischen Einrichtungen. Diese Gemeinschaft unterstützt die WHO durch eine konkrete Zusammenarbeit und konkrete Beiträge zur Umsetzung der Pläne, Projekte und Ziele der Organisation. Insbesondere wird das Institut seine Fachkenntnisse im Bereich der kardiovaskulären Erkrankungen, der e-Gesundheit und der werteorientierten Versorgung einbringen.

Am 18. Oktober 2019 wurde in St. Petersburg eine Sonderveranstaltung zur Eröffnung des Kooperationszentrums abgehalten. Eröffnet wurde die Veranstaltung von nationalen sowie regionsweiten Vertretern der WHO und Vertretern des russischen Gesundheitsministeriums sowie von Prof. Evgeny Shlyakhto, dem Direktor des Almazov-Zentrums. Das Programm der Veranstaltung, an der Vertreter wichtiger nationaler und internationaler Institutionen teilnahmen, hob insbesondere Erfolge und zukünftige Pläne für die Zusammenarbeit zwischen der WHO und dem Kooperationszentrum hervor. Thema war auch die jüngste Kooperation zwischen der WHO und dem Institut, in deren Rahmen etwa die Angebote für akute Versorgung und Rehabilitation von Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten in Belarus, Kirgisistan und Turkmenistan mit Unterstützung der WHO überprüft wurden.

„Das Almazov-Zentrum bietet ein außerordentlich hohes Potenzial“, erklärte Prof. Shlyakhto. „Mit seinen Kernkompetenzen in den Bereichen Kardiologie und Angiologie nimmt es nicht nur in der klinischen Praxis, sondern auch in Bezug auf die Schaffung eines Rahmens für die innovative Entwicklung der medizinischen Wissenschaft und Gesundheitsversorgung für eine personalisierte Medizin eine Vorreiterrolle ein. Das Zentrum ist dem wissenschaftlichen und technologischen Fortschritt, der Weiterbildung von Gesundheitspersonal und der raschen Integration von Forschungsergebnissen in die Praxis der Gesundheitsversorgung verpflichtet.“ Prof. Shlyakhto hob hervor: „Das Almazov-Zentrum arbeitet derzeit an drei Megatrends: Digitalisierung, Superspezialisierung und personalisierte Medizin. Zudem kann es seine Fachkenntnisse in der gesamten Europäischen Region einbringen.“

Dr. Bente Mikkelsen, Leiterin der Abteilung Nichtübertragbare Krankheiten und Gesundheitsförderung im gesamten Lebensverlauf beim WHO-Regionalbüro für Europa, fügte hinzu: „Das Potenzial des Almazov-Zentrums für Wirkung auf Länderebene liegt in seiner außerordentlich weiten Bandbreite an Aktivitäten. Hierzu zählen Gesundheitskonzepte, Gesundheitserziehung, Gesundheitskompetenz, Forschung und Innovation, Kapazitätsaufbau und digitale Gesundheit. Es dient damit als ein Beispiel, das Vertrauen schafft zwischen Institutionen und Bevölkerung. Es kann dazu beitragen, unsere Anstrengungen in der Region auf die Verwirklichung der SDG-Zielvorgabe 3.4 – die Senkung der vorzeitigen Mortalität aufgrund nichtübertragbarer Krankheiten – zu konzentrieren.“