Investitionen in die psychische Gesundheit als Thema des Welttages für psychische Gesundheit

Der thematische Schwerpunkt des diesjährigen Welttages für psychische Gesundheit am 10. Oktober liegt auf dem Aspekt der Investitionen. Ein guter psychischer Gesundheitszustand begünstigt Wohlstand, und die Verbesserung der psychischen Gesundheit der Bevölkerung wirkt sich in menschlicher wie auch ökonomischer Hinsicht positiv aus. Psychische Gesundheitsprobleme haben immense Auswirkungen auf die Gesellschaft. So sind nach Schätzungen jeweils mindestens 25% der Bevölkerung in den Ländern der Europäischen Region der WHO von psychischen Störungen betroffen; am häufigsten sind Depressionen und Angstzustände.

Aus den vorliegenden Daten geht hervor, dass in Dänemark 44% der Sozialleistungen bzw. Erwerbsunfähigkeitsrenten durch psychische Störungen bedingt sind; in Finnland und Schottland sind es 43%, in Rumänien 37%. In der Republik Moldau entfallen 25% aller staatlichen Sozialleistungen bzw. Erwerbsunfähigkeitsrenten auf geistige Behinderungen.

Die Bereitstellung der von den Menschen gewünschten und benötigten Leistungen ist in sozialer wie auch ökonomischer Hinsicht nutzbringend: durch einen Zugewinn an Wohlbefinden und Produktivität. In Absprache mit den Mitgliedstaaten in der Europäischen Region, den nichtstaatlichen Organisationen und den wichtigsten Partnerorganisationen arbeitet das Regionalbüro an einer Strategie, die die Grundlage für die Arbeit auf dem Gebiet der psychischen Gesundheit in der Europäischen Region im kommenden Jahrzehnt bilden wird.