Regionaldirektorin spricht in Usbekistan über Ernährung und Lebensmittelsicherheit

Ernährung, Adipositas und Lebensmittelsicherheit waren zentrale Themen in den Gesprächen der WHO-Regionaldirektorin für Europa Zsuzsanna Jakab während ihres Besuchs in Usbekistan am 5. und 6. Juni 2014. Ihr Aufenthalt fand während einer internationalen Konferenz in Taschkent über Nahrung bzw. Ernährung und deren Sicherheit sowie die Bedeutung von Obst und Gemüse für Gesundheit und Wirtschaft in Usbekistan statt.

Die Regionaldirektorin eröffnete die Konferenz mit einer Rede, in der sie die Bedeutung gesamtstaatlichen Handelns und die Notwendigkeit einer ressortübergreifenden Politiksteuerung gemäß „Gesundheit 2020“ betonte, so dass alle Menschen Zugang zu ausgewogener Ernährung und einer nahrhaften und sicheren Lebensmittelversorgung hätten. Die Regionaldirektorin erläuterte die Vision der WHO vom strategischen Vorgehen für Gesundheit und Wohlbefinden, konzentrierte sich in ihren Ausführungen aber auf Ernährung, ernährungsbedingte Krankheiten und Lebensmittelsicherheit.

Sie stellte fest, dass eine sichere und nahrhafte Lebensmittelversorgung die Voraussetzung für gute Gesundheit sei, dass jedoch Nahrung und Ernährung oft noch zu Erkrankungen (insbesondere nichtübertragbare Krankheiten und durch Lebensmittel übertragene) führten, welche die öffentliche Gesundheit in der gesamten Europäischen Region erheblich belasteten. Kinder und arme Menschen seien diesen Risiken am stärksten und zugleich am schutzlosesten ausgesetzt.

Die WHO sei bestrebt, die Länder der Europäischen Region in ihrer Arbeit für sichere und nahrhafte Lebensmittel zu unterstützen. Die Regionaldirektorin sagte zu, dass das Regionalbüro mit Usbekistan weiter an dieser Thematik arbeiten wolle.

Während ihres Besuchs traf sie auf den Premierminister Shavkat Mirziyoyev und seine Stellvertreter sowie weitere hochrangige Beamte.
Internationale Lebensmittelkonferenz in Usbekistan

Die Konferenz diente der Förderung der Erzeugung und des Verzehrs von Obst und Gemüse, das in Usbekistan reichhaltig vorkommt und sowohl die Gesundheit der Bevölkerung verbessern als auch die Wirtschaft ankurbeln könnte.

Neben dem usbeskischen Präsidenten Islam Karimov und dem Generaldirektor der Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) José Graziano da Silva nahmen weitere hochrangige Vertreter nationaler und internationaler Organisationen an der Veranstaltung teil. Insgesamt kamen mehr als 700 Teilnehmer aus über 45 Ländern.