Wichtiger Schritt zur Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten in der Europäischen Region der WHO

WHO

Dr Piroska Ӧstlin, Acting WHO Regional Director for Europe, and Mr Dmitry Kostennikov, Deputy Minister of Health of the Russian Federation, signed the Donor Agreement between WHO/Europe and the Russian Federation.

Zwischen dem WHO-Regionalbüro für Europa und der Russischen Föderation wurde von Dr. Piroska Ӧstlin, der geschäftsführenden WHO-Regionaldirektorin für Europa, und Dmitry Kostennikov, dem Stellvertretenden Gesundheitsminister der Russischen Föderation, eine Zuwendungsvereinbarung unterzeichnet. In der Vereinbarung werden die finanziellen Beiträge der Russischen Föderation für die weitere Zusammenarbeit im Kampf gegen nichtübertragbare Krankheiten in der Region festgelegt.

Die am 3. Juli 2019 in Moskau unterzeichnete Zuwendungsvereinbarung bedeutet einen Meilenstein für die Antwort der Region auf die durch nichtübertragbare Krankheiten bedingte hohe Krankheitslast. Insgesamt sind die verbreitetsten nichtübertragbaren Krankheiten – Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs, chronische Atemwegserkrankungen und psychische Störungen – für mehr als 80% aller Todesfälle und für über zwei Drittel der Krankheitslast in der Region verantwortlich.

Mehr als 100 russische und internationale Fachleute waren bei der Unterzeichnungszeremonie zugegen, die im Rahmen einer zweitägigen Tagung über innovative Lösungsansätze zur Bekämpfung von nichtübertragbaren Krankheiten stattfand. Während der Tagung stellten russische Experten und Vertreter von Kompetenzzentren vorbildliche Praktiken im Kampf gegen nichtübertragbare Krankheiten vor.

„Mit der Unterzeichnung dieser neuen Zuwendungsvereinbarung stellen wir uns den neuen Herausforderungen im Kampf gegen nichtübertragbare Krankheiten in der Region“, sagte Dr. Östlin. „Diese Unterstützung der Russischen Föderation eröffnet uns neue Wege für die Bekämpfung der epidemieartigen Ausbreitung nichtübertragbarer Krankheiten und fordert uns gleichzeitig heraus, modernere Initiativen zu ergreifen und ressortübergreifende Anstrengungen zu unternehmen.“

Besorgt über die wachsende Zahl der durch nichtübertragbare Krankheiten verursachten Todesfälle und Behinderungen richteten die Russische Föderation und das WHO-Regionalbüro für Europa im Jahr 2014 gemeinsam das Europäische Büro der WHO für die Prävention und Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten (Fachzentrum für nichtübertragbare Krankheiten) als ein Innovationsmotor im Kampf gegen nichtübertragbare Krankheiten ein. Das Fachzentrum bildet einen integralen Bestandteil der Abteilung Nichtübertragbare Krankheiten und Gesundheitsförderung im gesamten Lebensverlauf beim WHO-Regionalbüro für Europa und stellt zahlreichen Ländern in der Region die Unterstützung der WHO bereit.

„Die Russische Föderation ist seit vielen Jahren weltweit führend bei der Prävention und Bekämpfung nichtübertragbarer Krankheiten“, erläuterte Herr Kostennikov. „Diese neue Zuwendungsvereinbarung zeigt, dass die russische Regierung sich dazu verpflichtet, auch weiterhin in Zusammenarbeit mit der WHO Maßnahmen zu ergreifen bzw. zu beschleunigen, um der Ausbreitung nichtübertragbarer Krankheiten in der Region und weltweit Einhalt zu gebieten.“