WHO-Regionalbüro für Europa stärkt Zusammenarbeit mit der Nördlichen Dimension

WHO

Die vom Regionalbüro für Europa ausgerichtete Jahrestagung der Nördlichen Dimension (Bild: WHO/Bent Jørgensen)

1. November 2010

Die Partnerschaft der Nördlichen Dimension für Gesundheit und Soziales (NDPHS) hielt am 28. Oktober 2010 am Sitz des WHO-Regionalbüros für Europa in Kopenhagen ihre Jahrestagung.

Dabei erklärte Zsuzsanna Jakab, WHO-Regionaldirektorin für Europa, die neue Strategie der Nördlichen Dimension sei in hohem Maße mit ihrer Zukunftsvision für das Regionalbüro und den dort vollzogenen Änderungen vereinbar. Die Tagung biete deshalb eine Gelegenheit, auf der bewährten Zusammenarbeit zwischen den beiden Partnern aufzubauen und sie zu intensivieren bzw. auf neue Bereiche wie antimikrobielle Resistenzen und die Bekämpfung des Tabakkonsums auszudehnen. Das Regionalbüro habe vor kurzem fachliche Ansprechpersonen benannt, die sich an den neu gebildeten Expertengruppen der NDPHS beteiligen sollten.

Die Regionaldirektorin forderte die NDPHS auf, sich an der Entwicklung von Gesundheit 2020, der neuen europäischen Gesundheitspolitik, sowie an neuen Strategien zur Bekämpfung von HIV/Aids, Tuberkulose und Alkohol zu beteiligen.

Die Nördliche Dimension

Die Nördliche Dimension ist eine Initiative innerhalb der Europäischen Union, die sich mit den grenzüberschreitenden und nach außen gerichteten Bereichen der Politik der nordischen Länder, der baltischen Staaten und der Russischen Föderation befasst. Gesundheit ist einer der wichtigsten vorrangigen Themenbereiche für den Dialog und die Zusammenarbeit im Rahmen der Nördlichen Dimension.

Die NDPHS stellt eine gemeinsame Anstrengung von 13 Regierungen, EU-Kommission und acht internationalen Organisationen (u. a. WHO-Regionalbüro für Europa) dar. Sie bemüht sich um Förderung einer nachhaltigen Entwicklung in den Ländern der Nördlichen Dimension durch Verbesserung der öffentlichen Gesundheit und des sozialen Wohlergehens.

Die NDPHS befasst sich vor allem mit folgenden Gesundheitsthemen:

  • Prävention von Alkohol- und Drogenkonsum unter jungen Menschen;
  • antimikrobielle Resistenzen;
  • Alkohol- und Substanzmissbrauch;
  • HIV/Aids und Folgeerkrankungen;
  • psychische Gesundheit, Suchtprobleme und Kindererziehung bei indigenen Völkern;
  • nichtübertragbare Krankheiten, die durch Lebensstil und soziale bzw. berufliche Umgebung bedingt sind;
  • Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz;
  • primäre Gesundheitsversorgung und Gesundheit im Strafvollzug.