Ministerkonferenz

25.–27. Juni 2008, Tallinn (Estland)

Gesundheit und Wohlstand sind untrennbar miteinander verknüpft. Je wohlhabender wir als einzelne Personen und als Nationen sind und je besser unsere Arbeits- und Lebensbedingungen sind, desto größer unsere Chancen auf gute Gesundheit. Gute Gesundheit trägt ihrerseits zur wirtschaftlichen Entwicklung und zum Wohlstand der einzelnen Person wie auch der Nation bei. Wenn wir gesund sind, finden wir leichter Arbeit, sind produktiver, treten später in den Ruhestand und fühlen uns auch noch besser. Investitionen in effektive Gesundheitssysteme sollten daher die Gesundheit der Menschen verbessern und so auch zur ökonomischen Entwicklung und zu sozialem Wohlergehen beitragen.

Die vom Regionalbüro für Europa organisierte und von der estnischen Regierung in Tallinn ausgerichtete Konferenz sollte diese Wechselwirkung zwischen Gesundheit und Wohlstand thematisieren. Sie bedeutete einen wichtigen Wendepunkt für die Entwicklung der öffentlichen Gesundheit, da sie konkret:

  • zu einem besseren Verständnis des Einflusses der Gesundheitssysteme auf die Gesundheit der Menschen und auf das Wirtschaftswachstum in der Europäischen Region der WHO beitrug und
  • angesichts des zunehmenden Drucks auf die Gesundheitssysteme bezüglich Nachhaltigkeit und Solidarität zu einer Bestandsaufnahme aktueller Erkenntnisse über wirksame Strategien für leistungsfähigere Gesundheitssysteme führte.

Über 500 Personen nahmen teil, darunter Gesundheits-, Innen-, Finanz- und Wirtschaftsminister aus 52 der 53 Mitgliedstaaten der Europäischen Region der WHO, international anerkannte Experten für Gesundheitssysteme, Beobachter und Vertreter von internationalen Organisationen und Organisationen der Zivilgesellschaft sowie Vertreter der Massenmedien.

Während der Konferenz verabschiedeten das Regionalbüro, die Mitgliedstaaten und eine Reihe von internationalen Partnern die Charta von Tallinn: Gesundheitssysteme für Gesundheit und Wohlstand. Sie ist Orientierungshilfe und strategischer Handlungsrahmen für die Stärkung der Gesundheitssysteme in der gesamten Europäischen Region der WHO. Die Mitgliedstaaten der Europäischen Region der WHO unterstützten sie auch während der Tagung des Regionalkomitees in Tiflis (Georgien) durch Resolution EUR/RC58/R4.