Schutz der Gesundheit der Kinder in einer sich verändernden Umwelt

Parma (Italien), 10.–12. März 2010

Die vom WHO-Regionalbüro für Europa organisierte und von Italien ausgerichtete Fünfte Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit bildet die bisher letzte Etappe im Prozess Umwelt und Gesundheit in der Europäischen Region, der nun seit rund 20 Jahren im Gange ist. Die Konferenz, deren Thema der Schutz der Gesundheit der Kinder in einer sich verändernden Umwelt ist, hat den Kurs der Europäischen Region in Bezug auf neu entstehende umweltbedingte Gesundheitsprobleme für die kommenden Jahre maßgeblich geprägt.

Die Erklärung von Parma ist das erste zeitgebundene Ergebnis des Prozesses Umwelt und Gesundheit in Europa. Die Regierungen der 53 Mitgliedstaaten der Europäischen Region der WHO haben klare Zielvorgaben für den Abbau umweltbedingter Gefahren für die Gesundheit im kommenden Jahrzehnt vereinbart.

Das sichere städtische Umfeld, Lebensmittel aus lokaler Produktion und die Verwendung umweltfreundlicher Materialien ermöglichen dem WHO-Regionalbüro für Europa zum ersten Mal die Veranstaltung einer Ministerkonferenz Umwelt und Gesundheit mit niedrigen CO2-Emissionen.

In unserer heutigen Zeit ist die Gesundheit von Kindern mehr denn je durch Veränderungen in der Umwelt gefährdet.
Die gesundheitlichen Auswirkungen von umweltbedingten Risikofaktoren – unzureichende Wasserver- und Abwasserentsorgung, unsichere Wohn- und Freizeitumgebung, mangelnde Bereitstellung von Bewegungsräumen, Verschmutzung der Innen- und Außenluft, gefährliche Chemikalien – werden durch aktuelle Entwicklungen wie finanzielle Engpässe, allgemeinere sozioökonomische und geschlechtsbezogene Ungleichheiten und die zunehmende Häufigkeit extremer Wetterereignisse noch zusätzlich verschärft. Sie stellen die Gesundheitssysteme vor neue Herausforderungen bei der Verringerung von Mortalität und Morbidität durch wirksame Interventionen im Bereich Umwelt und Gesundheit.